Mit 100.000 € am Handelskonto traden und damit saftige Gewinne einfahren? Klingt verlockend … aber dafür bräuchtest Du wohl erst einmal 100.000 €.

Nicht unbedingt! Hast Du schon mal von Prop Trading gehört?

Prop Trading scheint derzeit der neuste Hype in der Trading-Szene zu sein. Inzwischen springen auch in Deutschland immer mehr Online-Broker auf den Zug auf und bieten Tradern die Möglichkeit, mit Fremdkapital in Höhe von teilweise mehreren 100.000 € zu handeln. Dafür müssen sie bei den jeweiligen Anbietern aber zunächst ihre eigenen Trading-Fähigkeiten in verschiedenen Challenges unter Beweis stellen.

Wenn Du mehr über das Thema „Prop Trading“ oder „Proprietary Trading“ erfahren willst, dann bist Du hier genau richtig!

Im Folgenden zeige ich Dir, was es mit dem neuen Hype auf sich hat, welche Chancen und Risiken es zu beachten gilt und bei welchen Prop Trading Anbietern Du Dich anmelden kannst.

Was ist Prop Trading?

Prop Trading bzw. Proprietary Trading heißt auf Deutsch übersetzt so viel wie „Handel mit Eigenkapital“. Prop Trading Firmen (auch Prop-Häuser genannt) stellen dabei ihr eigenes Kapital sogenannten Prop Tradern zur Verfügung. Diese wiederum traden dann mit dem Kapital an den Finanzmärkten und versuchen, damit eine möglichst hohe Rendite zu generieren. Von den hierdurch erzielten Renditen erhalten die Prop Trader vom Unternehmen eine Gewinnbeteiligung, zum Beispiel im Verhältnis 70/30. 

Als Prop Trader handelst Du dabei also eigentlich mit Fremdkapital, denn es gehört ja schließlich nicht Dir. Rein rechtlich wird es aber als Eigenkapital bezeichnet, denn Du tradest ja im Sinne des Prop-Hauses.

Was ist eine Prop Trading Firma?

Prop Trading Firmen machen im Prinzip nichts anderes, als Trader auszubilden und sie dann mit ihrem Kapital handeln zu lassen. Dabei geht es natürlich auch diesen Prop Firmen in erster Linie darum, Gewinne zu erzielen. 

Trotzdem gibt es im Vergleich zu klassischen Investmentbanken oder Hedgefonds-Unternehmen einen signifikanten Unterschied. Und zwar verwalten Prop Trading Firmen nämlich weder externes Vermögen noch bieten diese eine sonstige Finanzdienstleistung in irgendeiner Form an.

Stattdessen geht es Prop Trading Firmen vorrangig darum, talentierte Trader ausfindig zu machen oder zu solchen auszubilden, die in der Lage sind, profitabel für das Unternehmen zu handeln. Im Gegenzug profitieren die Prop Trader von entsprechenden Provisionen oder Bonuszahlungen, welche sie von den Prop Firmen für erfolgreiche Trades erhalten. Dadurch wird eine Win-win-Situation für beide Parteien geschaffen.

Wie funktioniert Prop Trading?

Prop Trading Firmen stellen ihr Kapital zum Traden bereit. Und zwar ihren Kunden, den Prop Tradern. Das können sowohl institutionelle Trader sein oder eben auch einfache Privatpersonen (so wie Du und ich).

Meldest Du Dich bei einem Prop-Haus an, musst Du für gewöhnlich zunächst eine Challenge oder ein Programm durchlaufen, in dem Dir grundlegende Trading-Regeln beigebracht werden, an die Du Dich später einmal halten musst.

Hast Du diesen Aufnahmeprozess erfolgreich bestanden, dann ist es auch schon so weit. Von nun an darfst Du mit dem Eigenkapital der Prop Trading Firma auf einem realen Trading-Konto handeln. Von den Profiten, die Du durch das Traden an den Finanzmärkten erzielst, geht ein prozentualer Anteil an Dich. Wie groß dieser Prozentsatz ist, unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Bei einem seriösen Anbieter sollte er aber deutlich über 50/50 liegen.

Kann man mit Prop Trading Geld verdienen?

Kurz und knapp? Ja, Du kannst mit Prop Trading Geld verdienen. Viele Prop Trading Firmen bieten inzwischen attraktive Vergütungsmodelle an, welche sich aus „Gehalt“ und Erfolgsprämien zusammensetzen. Diese Form der Entlohnung bietet nicht nur viele finanzielle Chancen, sondern fördert auch die Motivation, sich selbst tiefgreifender mit der Materie des Tradings auseinanderzusetzen.

Und in diesem Kontext zeigt sich eben auch ein grundlegender Unterschied zum klassischen Trading, wo Du in der Regel komplett auf Dich alleine gestellt bist.

Das sind die Vorteile von Prop Trading

Da sich das Prop Trading bzw. Proprietary Trading einer zunehmend größeren Beliebtheit erfreut, muss es wohl einige Vorteile geben, die sich private Trader davon versprechen. Und ja, selbstverständlich bietet das Traden mit Firmenkapital einige Pluspunkte im Gegensatz zum Handel über das eigene Konto. Schauen wir uns im Folgenden die Vorteile des Prop Tradings direkt einmal genauer an:

  • Du trägst kein Verlustrisiko beim Prop Trading, da Du ja nicht mit Deinem eigenen Kapital handelst.
  • Du erhältst die Möglichkeit, mit großen Prop Trading Konten (über 100.000 €) zu traden, was natürlich die potenzielle Rendite nach oben schraubt.
  • Von den erzielten Renditen darfst Du in der Regel einen Großteil (zwischen 60 und 90 %) behalten.
  • Über die Prop Trading Firmen erhältst Du oft Zugang zu exklusiven Handelsbörsen, die für normale Privatanleger nicht zugänglich sind.
  • Als Prop Trader bist Du ortsunabhängig und kannst von überall aus online Geld verdienen.

Das sind die Nachteile von Prop Trading

Mit einem dicken Handelskonto traden, die Gewinne absahnen, und die Verluste der Firma überlassen – klingt das nicht zu gut, um wahr zu sein?

Ganz so einfach ist es logischerweise nicht. Denn auf der anderen Seite gibt es natürlich auch den ein oder anderen Nachteil, den Du als Prop Trader im Kopf behalten solltest.

  • Der Aufnahmeprozess ist häufig ganz schön knackig und mit diversen Kosten verbunden.
  • Hältst Du Dich nicht an die Vorgaben beim Trading (zum Beispiel, wenn Du zu viel Geld an einem Tag verlierst), kann Dir das Konto schnell wieder entzogen werden.
  • Meist ist bei den Prop Trading Unternehmen nur Daytrading möglich.
  • Trading-Gewinne unterliegen Deinem persönlichen Einkommenssteuersatz und nicht der Kapitalertragsteuer.

Wie funktionieren die Auszahlungen im Prop Trading?

Wenn Du als Prop Trader erfolgreich bist und Dir beim Traden bereits eine hübsche Rendite verdient hast, dann möchtest Du Dir den Gewinn natürlich auch irgendwann auszahlen lassen. Das geht in der Regel ganz einfach: Stelle Deiner Prop Firma dafür einfach eine Rechnung mit dem Anteil der Dir zustehenden Provision. 

Um aber überhaupt eine Rechnung stellen zu können, musst Du in eine der beiden Kategorien fallen:

  • Du bist selbstständig
  • Du gründest Deine eigene Firma (zum Beispiel eine GmbH)

Darüber musst Du Dir auf jeden Fall im Klaren sein, bevor Du Deine Karriere als Prop Trader startest. Denn sonst wird das mit dem Auszahlen schwierig.

Die Prop Trading Challenge

Wie zuvor bereits erwähnt, kannst Du Dich nicht einfach bei einem x-beliebigen Prop-Haus anmelden und anschließend direkt mit einem 100.000 € Konto traden. Das liegt verständlicherweise nicht gerade im Sinne des Unternehmens.

Stattdessen musst Du zunächst unter Beweis stellen, dass Du Dein Handwerk auch verstehst. Und das geschieht in der Regel über eine Trading Challenge, ein Bewerbungsverfahren quasi, das je nach Firma unterschiedlich bezeichnet wird, jedoch dasselbe Ziel verfolgt: Die Spreu vom Weizen zu trennen

In dieser Challenge musst Du es schaffen, ein festgesetztes Ziel unter Einhaltung von ausgewählten Trading-Parametern zu erreichen.

Bei FTMO*, einer der größten Prop Trading Firmen überhaupt, sieht das Ganze (mit einem $10.000 Konto) in etwa so aus: 

ftmo prop trading konditionen
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Um fest als Prop Trader bei FTMO eingestellt zu werden, musst Du zwei Phasen erfolgreich durchlaufen: Die FTMO Challenge* und die Verification Phase.

Challenge:

  • Generiere 10 % Rendite innerhalb von 30 Tagen
  • Verliere nicht mehr als 5 % Deines Kontos pro Tag
  • Verliere insgesamt nicht mehr als 10 % Deiner Kontogröße (maximaler Drawdown)
  • Trade an mindestens 10 Tagen

Verification:

  • Generiere 5 % Rendite innerhalb von 60 Tagen
  • Verliere nicht mehr als 5 % Deines Kontos pro Tag
  • Verliere insgesamt nicht mehr als 10 % Deiner Kontogröße (maximaler Drawdown)
  • Trade an mindestens 10 Tagen

Durchläufst Du beide Phasen erfolgreich, kannst Du fortan als Prop Trader bei FTMO arbeiten und bis zu 90 % der Renditen einheimsen.

Hat es hingegen nicht geklappt, musst Du den Prozess erneut durchlaufen. So läuft das im Groben und Ganzen bei allen Prop Trading Firmen ab.

Erfahrungen mit Prop Trading Unternehmen

Du kannst so gut traden, wie Du willst – wenn Du bei einem Anbieter mit schäbigen Konditionen und Gewinnmöglichkeiten angemeldet bist, bringt Dir das leider herzlich wenig. 

Bei der Entscheidung für eine Prop Trading Firma ist es also wichtig, sorgfältig zu wählen. Denn nicht alle Prop Firmen bieten gleichermaßen attraktive Bedingungen oder sind gleichermaßen kompetent. Faktoren wie die Vergütungsstruktur oder die Qualität der Unterstützung sind entscheidend bei der Suche nach einer passenden Prop Trading Firma. Aber auch die Risikomanagementpolitik sollten nicht außer Acht gelassen werden. 

Um Dir etwas Zeit zu sparen, habe ich mich einmal schlau gemacht und mich nach seriösen Prop Trading Unternehmen umgesehen. Dabei habe ich zum einen darauf geachtet, dass die Anforderungen der Challenges nicht zu hoch sind und zum anderen, dass der Profit-Split rentabel ist.

Hier sind 5 der besten Prop Trading Firmen, bei denen es sich um etablierte Anbieter handelt, mit denen ich bereits positive Erfahrungen gesammelt habe!

1. Erfahrungen mit FTMO

Auf FTMO* bin ich ja im Abschnitt zuvor schon eingegangen. Seit seiner Gründung im Jahr 2014 ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Prag zum Vorreiter der ganzen Branche avanciert. Gelingt es Dir, den oben aufgezeigten Aufnahmeprozess erfolgreich zu durchlaufen, kannst Du als Prop Trader bei FTMO starten und Geld verdienen. Und zwar nicht schlecht. Denn mit einem Profit-Split von 90/10 darfst Du den Großteil Deiner Renditen behalten; auf einem Handelskonto mit einem Kapital von bis zu $200.000.

ftmo Prop trading firma

Bevor Du allerdings zum FTMO-Trader wirst und 90 % Deiner Profite behalten darfst, musst Du bei der Prop Trading Firma allerdings 2 Bewerbungsphasen erfolgreich durchlaufen: FTMO Challenge und FTMO Verification.

Die Teilnahme an der Challenge kostet Dich eine Gebühr, die von der gewählten Kontogröße abhängig ist (beim $10.000 liegt diese bei 155 €). Erreichst Du die Ziele der Challenge und der Verification Phase, erhältst Du den Betrag jedoch wieder zurückerstattet. 

FTMO – Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Profitables Provisionsmodell
  • Chance auf hohe Gewinne
  • Einmalige Gebühr (keine sich wiederholenden Kosten)
  • Keine Handelseinschränkungen 
  • Zugang zu hilfreichen Softwares (MT4, MT5, cTrader)
  • Kostenlose Testversion
  • Etablierte Prop Trading Firma
  • Geprüfte Auszahlungen vieler Kunden
Nachteile
  • Strenge Anforderungen in der Testphase (z.B. 10 % maximaler Verlust)
  • 2 Testzeiträume statt einer

2. Erfahrungen mit Heldental

Wenn Du nach einer deutschen Prop Trading Firma suchst, dann kann ich Dir Heldental empfehlen. Als Prop Trader bei Heldental startest Du auf Stufe 1 mit einem $10.000 Trading-Konto und kannst Dich dann Step by Step hocharbeiten. Der große Unterschied zu anderen Prop Firmen: Nach erfolgter Anmeldung und Bezahlung einer Startgebühr in Höhe von 3.300 € kannst Du hier direkt als Prop Trader loslegen und musst Dich vorher nicht in einem Bewerbungsverfahren beweisen.

Allerdings ist der Profit-Split auf Stufe 1 recht mager, denn hier erhältst Du nur 50 %. Erreichst Du jedoch festgesetzte Handelsziele, kannst Du Dich bis auf Stufe 4 hocharbeiten, wo Du schließlich auf einem Konto mit $1 Million und einem Profit-Split von 80/20 traden kannst.

Heldental – Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Zugang zum nützlichen Trading-Tools „Heldentrader Pro“ mit Footprint Charts und Orderflow Heatmaps
  • Integrierter Copy-Trading-Coach
  • Trading-KI „Aladdin“ zur zielgenauen Datenanalyse (coming soon)
  • Zugriff auf Aktienscanner und ein umfassendes Newsterminal
  • EU-Unternehmen mit nachgewiesenen Auszahlungen
Nachteile
  • Vergleichsweise niedriger Profit-Split
  • Das erlaubte tägliche Verlustlimit ist verhältnismäßig eng

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3. Erfahrungen mit Topstep

Topstep gibt es bereits seit 2012, wie bei FTMO kannst Du als Prop Trader auch hier ganze 90 % der von Dir gemachten Rendite behalten. Die ersten $5.000 Gewinn darfst Du dabei sogar zu 100 % behalten. Um bei Topstep als Prop Trader Geld zu verdienen, musst Du über das zweistufige Trading Combine Programm nachweisen, dass Du erstens profitabel bist und zweitens Dein Risiko managen kannst.

Dabei kannst Du zwischen 3 verschiedenen Prop Trading Abo-Modellen auswählen, die unterschiedlich viel kosten.

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In der Trading Combine handelst Du zunächst mit simuliertem Kapital. Erst nach Erreichen Deines Profitziels unter Einhaltung der Trading-Regeln erhältst Du schließlich einen Funded Account, also ein Konto mit echtem Geld.

Und wenn Du Dir das Ganze erst einmal unverbindlich anschauen möchtest, kannst Du Dich auf der Webseite für eine kostenlose 14-tägige Testphase anmelden.

Topstep – Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Vielfältige Auswahl an handelbaren Assets
  • Die ersten $5.000 Gewinn dürfen behalten werden
  • Hoher Profit-Split von 90/10
  • Tägliche Auszahlungen
  • Exklusive Vorteile durch Mitgliedschaft im Topstep Payout Club
Nachteile
  • Verhältnismäßig hohe Mindesteinzahlung von 150 € pro Monat
  • Zusätzliche Börsendaten kosten extra
  • Keine Regulierung

4. Erfahrungen mit OneUp Trader

Ähnlich aufgebaut ist das Angebot von OneUp Trader*. Auch hier zahlst Du beim Prop Trading eine monatliche Gebühr, die von der gewählten Kontogröße abhängt.

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Der große Vorteil bei der Prop Trading Firma besteht darin, dass es sich bei der Challenge lediglich um ein einstufiges Verfahren handelt. Sobald Du dieses erfolgreich abschließt, darfst Du direkt mit dem Echtgeldkonto traden. Im Gegensatz zu Topstep fließen bei OneUp Trader sogar die ersten $10.000 zu 100 % in Deine Taschen.

Und auch bei dieser Prop Trading Firma steht Dir die Option einer kostenlosen Testphase zur Auswahl, wenngleich auch nur über einen Zeitraum von 7 Tagen. Hervorzuheben ist außerdem auch der Kundenservice, den Du 24/7 per Telefon, E-Mail oder Live-Chat erreichen kannst.

OneUp Tader – Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Auswahl zwischen 5 unterschiedlichen Plänen möglich
  • 90 % Profit-Split bei allen Plänen
  • 24/7 Kundenservice
  • Die ersten $10.000 Gewinn dürfen behalten werden
  • Kostenlose Marktdaten und NinjaTrader-Lizenz
  • Kostenlose Testphase 
Nachteile 
  • Monatliche Gebühren zwischen $125 und $650 nach Ablauf der Testphase
  • Handel ausschließlich mit Futures
  • Nur Intraday-Handel möglich

5. Erfahrungen mit Apex Trader Funding

Apex Trader Funding ist ein recht junges Unternehmen, welches im Jahr 2021 von dem renommierten Profi-Trader Darrell Martin gegründet wurde. Trotzdem hat sich die Prop Trading Firma inzwischen zu einem globalen Player in der Branche entwickelt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Prop Trading Firmen bietet Apex Trader die Möglichkeit, direkt mit einem gehebelten Handelskonto loszulegen.

apex trader funding prop firma

Besonders interessant ist allerdings die Tatsache, dass Du als Prop Trader die ersten $25.000 Deiner Gewinne zu 100 % behalten darfst. Und auch im weiteren Verlauf bietet das Unternehmen noch einen hohen 90/10 Profit-Split an.

In puncto „Finanzierung“ kannst Du bei Apex Trader Funding zwischen $25.000, $50.000, $75.000, $100.000, $150.000, $250.000 oder $300.000 Konten auswählen.

Deine Gewinne kannst Du Dir bei der Prop Trading Firma zweimal pro Monat auszahlen lassen. Das geht bei anderen Anbietern zwar durchaus öfter, ist für die meisten Trader aber immer noch voll im Rahmen. 

Besonders positiv finde ich außerdem, dass bei APEX eine Vielzahl von Handelsplattformen angeboten wird. Dabei stehen Optionen wie Rithmic/NinjaTrader oder Tradovate/NinjaTrader zur Auswahl. Das Angebot umfasst eine breite Palette von handelbaren Assets – darunter Aktien-Futures, Zins-Futures, Währungs-Futures, Agrar-Futures, Energie-Futures, Metall-Futures und Kryptos. 

Apex Trader Funding – Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Hoher Profit-Split von 90/10
  • Die ersten $25.000 Gewinn dürfen behalten werden
  • Umfassendes Handelsangebot zur Diversifizierung
  • Kostenlose Handelsplattformen inbegriffen
  • Flexible Finanzierungsoptionen
Nachteile
  • Trailing-Drawdown auch bei offenen Positionen
  • Nur auf Englisch verfügbar

6. Erfahrungen mit The Trading Pit

Kommen wir nun zur letzten Prop Trading Firma, die ich Dir vorstellen möchte: The Trading Pit*. Dort kannst Du Dich als Prop Trader derzeit entweder für die Futures-Challenge oder die Forex-Challenge bewerben. Für beide Bereiche gibt es wiederum jeweils unterschiedliche Angebote, die sich primär durch die entsprechende Kontogröße voneinander unterscheiden. Hier die Konditionen für die Prop Trading Futures Challenge:

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Bei den Preisen handelt es sich um einmalige Zahlungen. Wenn Du das Profitziel nicht erreichst, hast Du die (kostenpflichtige) Möglichkeit, Dein Konto zurückzusetzen oder die Challenge-Laufzeit zu verlängern. Durchläufst Du die Challenge erfolgreich, bekommst Du Deine ursprüngliche Gebühr ebenfalls wieder zurückerstattet. Von den Gewinnen darfst Du als Prop Trader bei The Trading Pit 70 % behalten.

Demnächst soll dann übrigens auch der Handel mit Kryptos und Aktien möglich sein. 

The Trading Pit – Vorteile und Nachteile

Vorteile 
  • EU-reguliertes Unternehmen
  • Deutscher Kundenservice
  • 100%ige Kostenrückerstattung für die Challenge nach Bestehen von Level 1
  • Schnelle & unkomplizierte Auszahlungen
  • Multi-Asset Trading mit verschiedenen Assets zur Diversifizierung möglich
Nachteile
  • Anfänglich Profit-Split liegt bei nur 60 %
  • Kein Copy-Trading und Hochfrequenztrading erlaubt

So wirst Du zum erfolgreichen Prop Trader

Wahrer Erfolg kommt nicht über Nacht – das gilt auch im Prop Trading. Ohne ein solides Fundament im Trading-Bereich wirst Du es aller Wahrscheinlichkeit gar nicht erst zur Fremdfinanzierung schaffen – unabhängig davon, für welche Prop Trading Firma Du Dich entscheidest. 

Im Optimalfall solltest Du bereits eine gewisse Basis an Erfahrungen mitbringen und die ein oder andere effektive Handelsstrategie beherrschen. 

Als blutiger Anfänger kann es sich daher oft lohnen, wenn Du erst einmal einen klassischen Trading-Kurs belegst, um einen Einstieg zu finden und um die Funktionsweise der Finanzwelt besser zu verstehen. 

Kleiner Tipp: Hier kann ich auch das Top-Trader-Programm von den TradingFreaks empfehlen.

Grundsätzlich gilt wie überall: Übung macht den Meister! Sammle also am besten so viel Praxiserfahrung wie möglich, indem Du beispielsweise über ein Demokonto übst oder mit geringen Kapitaleinsätzen tradest. Auf diese Weise gewinnst Du nicht nur mehr Selbstbewusstsein an den Finanzmärkten, sondern erhöhst gleichzeitig auch Deine Chancen, bei einem Prop Trading Unternehmen angenommen zu werden.

Ist Prop Trading oder Proptrading seriös?

Ist Prop Trading eigentlich seriös? Oder solltest Du besser die Finger davon lassen? 

Das Konzept des Prop Tradings als solches existiert bereits seit vielen Jahren auf dem Markt. In Deutschland ist die Branche inzwischen reguliert, weswegen sich seriöse Prop Trading Firmen an strenge Vorgaben und Compliance-Vorschriften halten müssen.

Wie in anderen Branchen gibt es allerdings auch hier schwarze Schafe unter den Anbietern, die Du besser meiden solltest. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen, bei denen Du nur einen vergleichsweise geringen Anteil der von Dir beim Traden erzielte Rendite behalten darfst (zum Beispiel nur 50 %).

Seriöse Prop Häuser sollten dabei vor allem die folgenden drei Merkmale erfüllen:

  • Transparenz: Achte darauf, dass die Prop Trading Firma klar und offen über ihre Gebührenstrukturen und Anforderungen informiert. Versteckte Gebühren und undurchsichtige Klauseln sind eine Red Flag.
  • Regulierung: Suche nach Firmen, die bei Finanzbehörden wie der Financial Conduct Authority (FCA) im Vereinigten Königreich oder der Securities and Exchange Commission (SEC) in den USA registriert und reguliert sind.
  • Kommunikation von Erwartungen: Ein seriöses Prop Haus wird klar kommunizieren, welche Erwartungen und Anforderungen es an Dich stellt – einschließlich Leistungsziele, Risikomanagement-Richtlinien und Trading-Regeln.

Anhand dieser Punkte kannst Du seriöse Prop Trading Firmen für gewöhnlich recht schnell erkennen und gleichzeitig betrügerischen Prop Firmen aus dem Weg gehen.

Vorsicht vor schwarzen Schafen!

Leider gibt es in der Prop Trading Branche nach wie vor einige unseriöse Unternehmen, von denen Du Dich besser fernhalten solltest. Bleibe daher wachsam und falle nicht auf Werbeversprechungen ein, die zu gut klingen, um wahr sein zu können.

Ein drastisches Beispiel ist der jüngste Skandal um MyForexFunds. So verhängte die Ontario Securities Commission (OSC) erst kürzlich einen temporären Handelsstopp gegen die kanadische Prop Trading Firma. Zusätzlich gab es auch Ermittlungen seitens der CFTC, da MyForexFunds offenbar Kundengelder veruntreut und gegen ihre eigenen Kunden gehandelt hat!

myforexfunds betrug vorwürfe

Also: Halte bei der Suche nach einer seriösen Prop Trading Firma immer beide Augen offen und informiere Dich vorab gründlich, bevor Du Geld investierst.

6 Tipps bei der Wahl der richtigen Prop Trading Firma

Wenn Du vorhast, Dich bei einer Prop Trading Firma zu bewerben, gibt es wie bereits erwähnt einige Punkte, die Du bei der Auswahl des Unternehmens beachten solltest. Aspekte wie eine hohe Transparenz, Regulierung und offene Kommunikation sollten dabei selbstverständlich die absolute Grundlage bilden.

Für die Entscheidungsfindung gibt es jedoch noch einige weitere Faktoren, auf die Du achten solltest. Im Folgenden daher 6 Tipps bei der Wahl der richtigen Prop Trading Firma:

  • Der Profit-Split sollte mindestens 70/30, wenn nicht sogar höher sein
  • Die Anforderungen der Challenge sollten nicht zu hoch sein, denn sonst zahlst Du am Ende nur Gebühren
  • Das Unternehmen sollte mit bekannten Börsendienstleistern oder Online-Brokern zusammenarbeiten
  • Die Gebühren sollten im Rahmen liegen
  • Das Unternehmen sollte in einem vertrauenswürdigen Land angemeldet sein
  • Die Bewertungen auf Portalen wie Trustpilot.com sollten unter dem Strich positiv sein

Ist Prop Trading in Deutschland legal?

Ja, ist es! Prop Trading ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz legal, wird aber streng reguliert, um Legalität und Kontrolle zu gewährleisten. 

Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) in Deutschland, die FMA in Österreich und die FINMA in der Schweiz überwachen in den jeweiligen Ländern die Einhaltung der Vorschriften. 

Sowohl Trader als auch die Prop Trading Firmen müssen sich dabei aber an bestimmte Gesetze halten. So ist Insiderhandel beispielsweise verboten und kann zu hohen Strafen führen. Gleiches gilt für die Manipulation von Aktienkursen. Wer sich an die Regeln hält und mit etablierten Unternehmen handelt, handelt gesetzeskonform.

Prop Trading Steuern in Deutschland – das solltest Du wissen!

Die Einnahmen, die Du als Prop Trader generierst, musst Du in Deutschland als gewerbliche Einkünfte versteuern. Darin unterscheidet sich das Prop Trading eben auch vom klassischen Trading. Denn als privater Trader werden Kapitalerträge (also Gewinne aus dem Handel mit Aktien, etc.) in der Regel über die sogenannte Abgeltungsteuer versteuert, welche auf 25 % plus Solidaritätszuschlag gedeckelt ist.

Statt der Abgeltungsteuer fällt im Prop Trading allerdings ein variabler Steuersatz an, der von der Höhe des Gesamteinkommens abhängt und bis zu 45 % betragen kann. Allerdings gilt in Deutschland ein Grundfreibetrag von 11.604 € (Stand 2024), bis zu dem Du steuerfrei bleibst.

Disclaimer: Selbstverständlich kann ich Dir nur ein paar grundlegende Tipps und keine steuerliche Beratung geben. Wenn Du Dir in diesem Thema unsicher bist, sprich auf jeden Fall mit Deinem Steuerberater.

Ist beim Prop Trading ein Gewerbe erforderlich?

Eine Frage, die im Bereich Prop Trading immer wieder aufkommt und bei vielen Tradern für Verwirrung sorgt. Prinzipiell gilt: Wenn Du als Prop Trader loslegen willst, brauchst Du in der Regel ein Gewerbe.

Jedoch kann es auch mit Gewerbe noch zu potenziellen rechtlichen Schwierigkeiten kommen – und zwar, wenn Du Dich bei Deiner Prop Trading Firma in eine „Scheinselbstständigkeit“ begibst. Den Unterschied zwischen einer solchen Scheinselbstständigkeit und einer „echten“ Selbstständigkeit solltest Du aus diesem Grund unbedingt kennen.

Hier die wichtigsten Infos zur Abgrenzung:

  • Echte Selbstständigkeit: Als eigenverantwortlicher Prop-Trader agierst Du autonom, kontrollierst Deine Trades selbst und übernimmst die volle Verantwortung für Deine Entscheidungen und finanziellen Risiken. Als Selbstständiger bestimmst Du Deine Arbeitszeiten selbst und verdienst ein leistungsabhängiges Einkommen. Und auch um das Steuerthema musst Du Dich selbst kümmern.
  • Scheinselbstständigkeit: Wenn Du formal als Selbstständiger eingestuft wurdest, aber in Wirklichkeit wie ein Angestellter behandelt wirst. Stattdessen bestimmt das Unternehmen, was Du tust, wann Du arbeitest und wie Du zu entscheiden hast – ohne Dir Sozialleistungen anzubieten.

Wenn Du also bei einer Prop Trading Firma starten, aber Ärger mit den Behörden vermeiden willst, dann eröffne vorab ein Gewerbe, um Rechnungen stellen zu können. Achte zudem auch darauf, dass Dein Arbeitsverhältnis korrekt angegeben wird, um rechtliche Risiken zu vermeiden. 

Daher ist es eben auch so wichtig, dass Du das Ganze von Anfang an richtig angehst und direkt bei einer seriösen Prop Trading Firma startest, welche die sich an die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland hält und Dich nicht in eine Scheinselbständigkeit befördert.

Kosten und Gebühren beim Prop Trading

Die Chance auf den Handel mit 5-, 6- oder sogar 7-stelligen Trading-Konten bringt natürlich einige Gebühren mit sich. Über diese solltest Du Dir logischerweise bereits im Klaren sein, bevor Du loslegst.

Viele Prop Trading Firmen verlangen für den Evaluierungsprozess zunächst eine Gebühr, welche bei erfolgreichem Bestehen allerdings oftmals wieder zurückerstattet wird (z.B. bei FTMO*).

Dazu kommen bei einigen Anbietern auch noch Plattformgebühren in Form von monatlichen Kosten oder auf Basis des gehandelten Volumens. Und bei manchen Firmen können auch Kosten für die Nutzung von Echtzeitdaten oder sonstigen Analysetools anfallen.

Und nicht zu vergessen: Genauso wie im klassischen Privathandel können auch beim Handel über eine Prop Firma Gebühren in Form von Spreads anfallen – also die Preisdifferenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen.

Um den besten Deal für Dich zu finden, solltest Du daher vorab immer die Gebühren der für Dich infrage kommenden Prop Trading Firmen miteinander vergleichen.

Fazit – Prop Trading klingt verlockender, als es wirklich ist

So, zum Abschluss an dieser Stelle noch ein kurzes Fazit von meiner Seite. Mich verwundert es nicht, dass es derzeit viele Prop Trading Firmen gibt, welche derzeit einen ordentlichen Zulauf an Kunden verzeichnen. Klar klingt das Thema Prop Trading erst einmal verlockend, wenn man die Möglichkeit in Aussicht gestellt bekommt, mit einem sechsstelligen Handelskonto zu traden und damit saftige Gewinne einzustreichen. 

Vor allem für Einsteiger in der Trading Szene ist das Konzept Prop Trading meiner Meinung nach aber eher ungeeignet. Denn als blutiger Anfänger ist es schlicht und ergreifend relativ unwahrscheinlich, dass Du die Challenges dort bestehst. Denn die Risikoparameter sind in 99 % der Fälle eng gesetzt, sodass Dir ohne stichhaltiges System als Trader eigentlich fast keine Chance bleibt. 

Und selbst wenn Du Glück hast und als Prop Trader aufgenommen wirst – das Risiko, den Posten wieder entzogen zu bekommen, ist leider recht hoch. So kann es eben schnell passieren, dass Du Unmengen an Gebühren für die Challenges der Firmen ausgibst, am Ende aber nie wirklich etwas dafür zurückbekommst.
Aber falls Du Dein Glück mit Prop Trading versuchen willst … Reisende soll man nicht aufhalten. Grundsätzlich bin ich allerdings davon überzeugt, dass eine seriöse Trading-Ausbildung für die meisten Menschen einfach sinnvoller ist.