Backlinks werden nicht ohne Grund als Währung des Internets bezeichnet. Also Hand aufs Herz: Bist Du reich oder pleite?

Kann es sein, dass Du das Internet bereits nach allen möglichen Artikeln durchforstet hast, um mehr über funktionierende Linkaufbau-Strategien herauszufinden? Dabei bist Du vermutlich auf Strategien gestoßen wie: Gast-Blogging (Gastartikel), Broken Link Building (Weiterleitungen von defekten Links), reclaiming lost links (verlorene Links zurückgewinnen), Blog-Kommentare, Link-Partnerschaften und vieles mehr.

In diesen Artikeln erfährst Du in der Regel, wie Du am besten Kontakt aufnimmst, welche Tools sich dafür eignen und welche Taktiken Du anwenden kannst, um mit dem Aufbau von Links durchzustarten.

Allerdings fehlt Dir hier eine ganz wichtige Schlüsselkomponente, ohne die der Erfolg wohl oder übel ausbleiben wird.

Und zwar der Leverage-Effekt, bzw. zu Deutsch: Die Hebelwirkung – im Aufbau von Backlinks.

Warum sind Backlinks so wichtig?

Denn mach Dir einmal folgendes bewusst:

Links sind die Währung in der Welt der Webseiten. Je mehr Du also davon hast, desto besser stehen Deine Chancen, bei Suchmaschinen zu ranken. Und daraus folgt wiederum: Je besser Deine Rankings auf Google & Co. sind, desto mehr potenzielles Geld kannst Du mit Deiner Webseite verdienen.

Jedes Mal, wenn Du also einen Backlink erhältst, liefert Dir dieser gleichzeitig auch einen enormen intrinsischen Wert: Die Chance auf bessere Rankings.

Und vergiss hierbei nicht, dass der Wert eines Banklinks immer direkt an das Domain Rating (DR) der Webseite gekoppelt ist, von der Du den Link bekommst.

Was ist das DR (Domain Ranking) einer Webseite?

Beim DR handelt es sich um eine von Ahrefs erstellte Metrik, welche eine Zahl von 0 bis 100 widerspiegelt. Diese Zahl basiert dabei auf dem Linkprofil einer Webseite sowie auf der Fähigkeit, auf Suchmaschinen-Ergebnisseiten (SERPs) zu ranken.

  • Wenn Du einen neuen Blog komplett neu aus dem Boden stampfst, liegt das DR von diesem erst einmal bei 0.
  • Kleine Blogs haben DRs von 30 bis 50.
  • Große Blogs haben DRs zwischen 70 und 80.
  • Riesige Softwareunternehmen haben DRs zwischen 80 und 90.
  • Die absoluten Top-Seiten im Internet wie Google, YouTube und Facebook haben DRs von 99+.

Im Ahrefs Backlinkchecker, kannst Du Deine DR kostenfrei bestimmen.

Was bedeutet ein Domain Rating (DR) von beispielsweise 25?

Welchen konkreten Wert drückt diese Zahl jetzt aber eigentlich aus?

Nun ja, der Link von einem kleinen Nischenblog mit einem DR von 25 ist natürlich um einiges weniger wertvoll als ein hochwertiger Link, der von der New York Times oder von Wikipedia kommt und ein DR von über 90 mitbringt.

Der Wert eines Backlinks hängt somit immer von der Webseite ab, auf welcher dieser gesetzt wurde. Mit anderen Worten: je höher das DR der Webseite, die auf Deine Inhalte verlinkt, desto wertvoller ist der Backlink.

Denn in den Augen von Google stellen diese neuen Links eine Art von Vertrauensbeweis dar. Sie zeigen quasi, dass es sich bei Deinem Blog um eine vertrauenswürdige Quelle handelt.

Backlinks verkörpern nach wie vor eine der größten Google-Rankingfaktoren, da sie schwer zu bekommen sind. Hochwertige Links fallen nicht auf magische Weise vom Himmel; Du musst auch für sie ackern.

Sie sind die Mühe aber wert.

Mach Dir dies bewusst!

Ich kenne Marketingagenturen, die zwischen 500 und 3.000 € für einen einzigen (hochqualitativen) DR-Link verlangen.

Wenn Dir allerdings ein paar Backlinks mit hohem DR dabei helfen können, auf die erste Seite von Google zu gelangen und in der Folge endlich Geld zu verdienen, dann hat sich das Ganze definitiv gelohnt.

Warum sollte Dir eine Webseite diesen Wert (Backlink) also völlig kostenlos zur Verfügung stellen, ohne dafür irgendetwas im Gegenzug zu erhalten?

Das ergibt einfach keinen Sinn!

Du kannst dementsprechend den besten und aufregendsten Beitrag überhaupt schreiben und Dir im Marketing den Allerwertesten abrackern. Und trotzdem ist es gut möglich, dass Dir dafür keine Seite (mit hohem DR) einen Backlink verschafft.

Wieso das, fragst Du Dich?

Naja, weil es für eine Webseite mit einem hohen DR keinen wirklichen Mehrwert bringt, Dir einen Backlink for free zu liefern.

Letztendlich bittest Du ja jemanden, für Deine Ziele zu arbeiten (indem er einen Link auf seiner Webseite einbauen soll). Und das kommt am Ende ja nur Dir zugute. Für ihn selbst bringt das alles leider nichts.

Also, was kannst Du stattdessen tun?

Hebelwirkung nutzen und hierdurch einen echten Wert bieten.

Indem Du Dich um eine echte, für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft bemühst.

Das Konzept, mit dem Du dies erreichst, habe ich mir im Jahr 2020 ausgedacht. Ich nenne das ganze: Linkaufbau durch Hebelwirkung.

Direkt vorab: Es handelt sich hier um keine minderwertige Taktik oder gar um Black-Hat-Links (also Backlinks, die gegen die Richtlinien von Suchmaschinen verstoßen). Stattdessen handelt es sich dabei vielmehr um einen völlig regelkonformen Linkaufbau. Nur eben auf Steroiden quasi. Und das Beste: Nicht viele Unternehmen oder Suchmaschinenexperten kennen die Macht dieser Methode.

In diesem Leitfaden erfährst Du, was ich mit dem hebelbasierten Aufbau von Backlinks meine. Damit auch Du von dieser Idee profitieren und Deinen eigenen Blog größer machen kannst.

Aber zunächst zeige ich Dir noch einige psychologischen Gründe, warum Du Backlinks im Grunde genommen mit handelbaren Vermögenswerten vergleichen kannst.

Die Welt besteht aus einem einzigen Austausch von Werten.

Historischen Aufzeichnungen zufolge begann der gute, alte Tauschhandel bereits vor über 8.000 Jahren. Das war die Zeit, in der die Phönizier damit begannen, ihre Vermögenswerte gegen Lebensmittel, Waffen und Gewürze einzutauschen.

Mit dem Aufkommen der Landwirtschaft (und dem Ende des Jäger-Sammler-Lebensstils) wurde das Lebensmotto einfach: Sich einen Überschuss an bestimmten Gütern verschaffen und diesen schließlich gegen knappere Güter eintauschen.

Dies ermöglichte es den Bauern, nicht nur ihre Familien, sondern ganze Gemeinden zu ernähren. Denn sie konnten ihre überschüssigen Ernten nun erstmals gegen Gewürze, Waffen oder andere Handelsgüter eintauschen – gegen alles eben, was sie selbst nicht herstellen konnten.

Und auch heute basiert unser kapitalistisches System noch auf dem Austausch von Werten, weswegen nach wie vor die gleichen Prinzipien gelten:

  • Du verbringst Deine Zeit in einem Unternehmen, gehst anschließend nach Hause und kaufst Dir von Deinem Lohn etwas bei Amazon. Im Prinzip tauschst Du auf Amazon also Dein Geld (Überfluss) gegen ein Produkt, das Du selbst nicht herstellen kannst (Knappheit).
  • Dasselbe passiert beispielsweise auch auf Facebook Marketplace und allen anderen Online Marktplätzen.
  • Oder Du investierst Dein Geld an der Börse, um Aktien eines Unternehmens zu erwerben. Hierfür stellst Du Dein heutiges Kapital für eine potenzielle zukünftige Rendite bereit.
  • Und Teufel noch eins, so gesehen kannst Du sogar den Rasen Deiner Schwiegereltern mähen oder ihnen ein Abendessen ausgeben, um (im unausgesprochenen Austausch) bei Deiner Frau Bonuspunkte zu sammeln (oder tust Du das wirklich aus reiner Herzensgüte?)

Der Tauschhandel ist sozusagen in unserer DNA verwurzelt.

Wir schätzen Sicherheit und Fülle und fürchten Gefahr und Knappheit. Aus diesem Grund tauschen wir ein, was wir im Überfluss haben, um zu bekommen, was uns fehlt.

Das mag vielleicht egoistisch klingen, unbewusst fragen wir uns jedoch bei vielen Dingen, die wir tun:

Was ist dabei für mich drin?

Dieses Handels- und Tauschsystem findet sich eben auch wieder, wenn es um das Sammeln von Backlinks und um den Aufbau eines erfolgreichen Blogs geht.

Eine Partnerschaft darf also kein einseitiger Austausch sein, von dem nur Du profitieren würdest.

Du solltest stattdessen Wege finden, Werte für andere zu schaffen.

Ähnlich wie beim Handel mit Waren in der physischen Welt kannst Du auch in der digitalen Welt mit Wertgegenständen handeln. Dazu musst Du allerdings erst einmal verstehen, was in der digitalen Welt wirklich als wertvoll erachtet wird.

Was ist also wertvoll in der Welt des Internets?

Nun, nach meiner Erfahrung (aus der Zusammenarbeit mit E-Commerce-Firmen, Agenturen, SaaS-Unternehmen und Bloggern) gibt es hier vor allem eine Sache, die von allen begehrt wird:

Links.

Ja, richtig gelesen. Wenn Du mit anderen Webseiten kooperieren und hochwertige Backlinks erhalten willst, musst Du im Gegenzug selbst gute Links liefern können.

So einfach ist das.

Auch hier handelt es sich unter dem Strich um einen klassischen Wertetausch – und nicht um ein einseitiges Angebot.

Ich kann Dir gar nicht sagen, wie viele E-Mails ich jede Woche erhalte, in denen ich darum gebeten werde, einen Link in einen meiner Artikel zu setzen. Mit der Begründung, dass dies ja „die Qualität meines Artikels oder mein SEO verbessern würde. Und, dass meine Leser dadurch einen Mehrwert bekämen.“

Oder viele Blogs versuchen es auch mit diesem Klassiker: „Wenn Du diesen Backlink in Deinen Blog einbaust, dann teile ich Deinen Beitrag auf Facebook!“ Als ob das Teilen eines Beitrags mit ein paar wenigen Followern auch nur ansatzweise denselben Mehrwert hätte wie ein hochqualitativer Backlink von meinem Blog.

Ist es nicht – solche E-Mails landen direkt im Papierkorb. Also nochmal zum Mitschreiben: Was habe ich davon?

Was kostet ein guter Backlink?

Was ist ein Backlink wirklich wert? Vermutlich mehr, als Du Dir gerade denkst.

Es gibt zwar keine wirkliche Wissenschaft zur Bestimmung eines Linkwerts. Denn hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle, einschließlich des Domain Ratings der Webseite, der Nische, dem Traffic, dem Markenwert usw.

Wenn ich eine subjektive (nicht wissenschaftliche) Schätzung für alle Nischen vornehmen müsste, würde ich sagen, dass ein Dofollow-Backlink den folgenden Wert hat:

  • DR 0-20: 50 €
  • DR 21-40: 100 €
  • DR 40-60: 200 €
  • DR 61-70: 400 €
  • DR 71-80: 500 €
  • DR 81-90: 600 €
  • DR 90+: 1.000 €

Ahrefs führte eine Studie über den Wert eines Backlinks durch und kam zu dem Ergebnis, dass der durchschnittliche Wert beim Kauf eines Backlinks 352,92 $ betrug.

Mit diesem Hintergrundwissen kannst Du den Wert von Backlinks hoffentlich besser verstehen, sodass Du in Zukunft auch leichter mit ihnen handeln kannst und im Gegenzug mehr Wert erhältst.

Der Mythos des passiven Linkaufbaus

Viele SEO-Experten und Marketinggurus behaupten, dass der heilige Gral der „passive Linkaufbau“ ist – also die Kunst, Backlinks zu einem Artikel zu erhalten, ohne dafür einen Finger krumm machen zu müssen. Weil Dein Beitrag ja für sich schon gut genug ist.

Diese Backlink-Taktik kann nach deren Aussagen beispielsweise durch das Erstellen von Originalrecherchen, durch das Hinzufügen von Infografiken, Videos oder Fallstudien sowie durch das Verfassen von hochwertigen Inhalten durchgeführt werden.

Während Du selbstverständlich alle der oben genannten Punkte in Deine Gastbeiträge integrieren solltest, ist der passive Linkaufbau in vielerlei Hinsicht leider nur ein Mythos.

„Kreiere Top-Content und Backlinks kommen von alleine!“, funktioniert im Jahr 2022 nicht mehr. Mit hochwertigen Links werden in der Regel nur die sichtbarsten Seiten belohnt.

Mal angenommen, Du erstellst einen megastarken Artikel, vollgepackt mit originellen Recherchen, Infografiken und Videos. Es ist gut möglich, dass dieser Artikel bei Weitem besser ist als alles, was Du auf Seite eins von Google so findest.

Wenn Du jedoch einen brandneuen Artikel erstellst, wird dieser jedoch normalerweise nicht sofort auf Seite 1 ranken. Stattdessen wird er wohl eher auf Seite 4, Seite 5 zu finden sein. Oder aber, er schafft es nicht einmal die Top-100-Ergebnisse.

Wer soll ihn also finden?

Der fiese Trick des passiven Linkaufbaus basiert nun mal auf einer hohen Sichtbarkeit – Webseiten, die bereits auf Seite 1 ranken, erhalten logischerweise mehr Links. Einfach deswegen, weil sie leichter zu finden sind.

Denk mal darüber nach.

Wenn ein Blog oder ein Nachrichtenportal nach einer bestimmten Information sucht, wird in der Regel erst einmal gegoogelt. Dort findet sich dann meistens schon in den ersten Suchergebnissen schnell die Antwort – zum Beispiel der Artikel mit den besten Bewertungen – und ZACK: Der Backlink wird ohne großartig weitere Recherchen gesetzt.

Belohnt werden also meistens die Webseiten, die eh schon an der Spitze sind.

Während der passive Aufbau von Backlinks für beliebte und gut sichtbare Webseiten zwar durchaus funktionieren kann, ist diese Herangehensweise für neue Blogger ein Ding der Unmöglichkeit.

Fazit: Die Idee des passiven Linkaufbaus ist nichts weiter als ein Mythos, der vielen neuen Bloggern nicht weiterhilft.

Also, was kannst Du tun?

Du musst selbst aktiv werden und an Deiner Domain Authority arbeiten, denn niemand sonst wird das für Dich erledigen.

Denke immer daran: Nicht alle Links sind gleich. Es gibt in diesem Kontext ein paar knifflige kleine Details zu beachten, die Du definitiv kennen solltest, bevor Du mit dem Linkaufbau loslegst.

Okay, Du weißt vermutlich, dass ein Backlink im Grunde genommen ein Stück Hypertext ist, der einen Leser auf Deine Webseite verweist.

Wie wird dieser Backlink aber nun genau von einer Seite an die nächste weitergegeben?

Es gibt hier wie gesagt eine ganze Reihe an unterschiedlichen Faktoren zu berücksichtigen, aber nachfolgend die wichtigsten sieben.

1. Dofollow oder Nofollow.

Nicht jeder Link ist gleich. Ein Backlink, den Du von einer anderen Webseite bekommst, wird in eine der folgenden beiden Kategorien eingeordnet: Und zwar entweder in „dofollow“ oder in „nofollow“.

Nimmst Du bei einem Link keine weiteren Einstellungen vor, ist dieser eigentlich immer erst einmal dofollow. Das bedeutet: Setzt eine externe Webseite einen solchen Backlink für Dich, dann „folgt“ Google dem Linkpfad zu Deiner Seite und überträgt den SEO-Wert sozusagen auf Deine Webseite.

Nofollow-Links informieren Google hingegen darüber, dem Link auf die externe Seite nicht zu „folgen“ und dementsprechend auch keinen SEO-Wert weiterzugeben. Einen solchen Backlink musst Du in der Regel manuell als „nofollow“ markieren.

Affiliate-Links und gesponserte Links sollten bei korrekter Anwendung als nofollow gekennzeichnet sein. Wenn Du hingegen eine Statistik, ein Bild oder eine sonstige hilfreiche Ressource zitierst, dann tust Du dies normalerweise über einen dofollow Link.

Mir fällt oft auf, dass Blogs versuchen, „Linkwert zu sparen“, indem sie zu viele externe Links als nofollow markieren. Der Hintergedanke dabei ist dabei meistens: Wenn ich alle externen Links als nofollow und alle internen Links zu meinen eigenen Posts als dofollow markiere, dann müssten meine Blogposts doch mehr SEO-Wert erhalten?

Dies ist so jedoch leider nicht ganz richtig.

Es gibt nämlich viele Grauzonen zu beachten, wenn es um Dofollow/Nofollow-Links sowie um den damit einhergehenden Transfer von SEO-Wert geht.

So führte SEMRush in der Vergangenheit beispielsweise eine Fallstudie durch, in der sich herausstellte, dass auch nofollow-Backlinks einen gewissen SEO-Wert mitbringen.

Alles in allem ist aber es trotzdem wichtig, dass Du den Unterschied zwischen den beiden Linkarten kennst. Um das Beste aus Deinem SEO herauszuholen, solltest Du also darauf achten, dass Du zum größten Teil Dofollow-Links erhältst. Nichtsdestotrotz können aber auch Nofollow-Links einen SEO-Wert für Dich haben.

Dementsprechend ist es wichtig, dass Du eine natürliche Mischung aus beiden Linktypen hast.

2. Das Domain Rating der verlinkenden Webseite

Wie bereits erwähnt ist ein Backlink von einer Webseite mit einem hohem DR wertvoller als ein Link, der von einer Webseite mit einem niedrigem DR kommt.

Diese Regel trifft in fast allen Fällen zu. Außer, es handelt sich um eine Webseite mit niedrigem DR, auf der es insgesamt jedoch nur sehr wenige externe Links gibt. In diesem Fall könnte es durchaus sein, dass ein Link dieser Seite (mit einem eigentlich geringen DR) etwas wertvoller ist. Der Grund: Da es auf der Webseite nicht viele ausgehende Links gibt, wird ein einzelner Backlink in manchen Fällen als höherwertiger eingestuft.

3. Die URL-Bewertung der verlinkenden Seite

Das Domain Rating (DR) kannst Du quasi als die Autoritätsstufe einer ganzen Webseite betrachten. Allerdings liefert Ahrefs noch eine weitere Metrik, die beim Linkaufbau eine wichtige Rolle spielt: Die URL-Bewertung der Seite:

Die URL-Bewertung ist der Domain Authority im Prinzip sehr ähnlich. Sie gibt jedoch nicht die Autorität der gesamten Webseite an, sondern nur die einer individuellen Seite.

Wenn Du einen neuen Blogbeitrag veröffentlichst, beträgt die URL-Bewertung normalerweise 10. Diese Zahl wächst dann mit der Zeit, wenn Du mehr Links zu diesem einzelnen Beitrag aufbaust.

Während Domain Ratings von 70 und 80 als hoch gelten, reichen bei der URL bereits Ratings von 30 und 40 aus, um als hoch eingestuft werden zu können. URL-Ratings sind in der Regel also immer niedriger als Domain Ratings.

Demzufolge gilt: Ein Backlink von einer Seite mit einer URL-Bewertung von 20 ist wertvoller als ein Link von einer Seite mit einer URL-Bewertung von 10.

4. Die Relevanz der verlinkenden Seite und des Artikels für Deine Nische

Wenn Du einen Blog über veganen Muskelaufbau betreibst, dann ergibt es normalerweise wenig Sinn, wenn Du Dir lauter Backlinks von einer Immobilienplattform holst. 

Achte also darauf, dass Du Backlinks von Webseiten bekommst, auf denen ähnliche Themen behandelt werden wie auf Deinem Blog. Denn solche Links helfen Dir in der Regel weit mehr als Links von Seiten, auf denen es um völlig andere Inhalte geht.

Schreibst Du einen Blog-Beitrag über E-Mail-Marketing-Software? Dann bietet sich ein Backlink von Mailchimp eher an als ein Link von einem x-beliebigen Marketing-Blog.

5. Die Anzahl externer Links auf der verlinkenden Seite

Die sogenannte Link Authority dient als Indikator für die Ranking-Power, die von einem Link übertragen wird. Diese wird immer von einer Seite zur nächsten weitergegeben. Dabei spielt vor allem die Anzahl der Links auf einer Seite eine wichtige Rolle.

Wenn Dein Backlink also in einem externen Artikel nur einer von zehn ausgehenden Links ist, dann erhältst Du auch nur in etwa 10 % der Stärke des Links.

6. Die Platzierung des Links auf der verlinkenden Seite

Grundsätzlich gilt: Externe Links, die sich weiter oben auf der Seite befinden, bringen mehr als Links, welche weiter unten auftauchen.

Wenn Du also zum Beispiel einen Link von einem Artikel innerhalb des ersten Absatzes bekommst, nützt Dir das normalerweise mehr, als ein Link, der das Schlusslicht des Beitrags bildet.

Aus diesem Grund solltest Du daher auch Deine eigenen Links in Gastbeiträgen logischerweise weiter oben einfügen.

7. Der Ankertext

Der Ankertext bezeichnet die konkreten Wörter, die auf Deine Webseite verlinken. Und auch diese spielen eine Rolle beim Aufbau von Links.

Allerdings wird dieser Faktor immer weniger wichtig, da der Algorithmus von Google stetig intelligenter wird und den eigentlichen Kontext um den Ankertext herum mittlerweile selbst gut einordnen kann.

Wichtig ist dabei im Grunde nur, dass Deine eingehenden Links so natürlich wie möglich aussehen.

Wenn Du zum Beispiel einen Backlink zu Deinem Blogbeitrag „Wie man online Geld verdient“ erhältst, sollte der Ankertext nicht ebenfalls „Wie man online Geld verdient“ lauten.

Unter dem Strich hast Du beim Ankertext die folgenden 5 Optionen:

  • Exakte Übereinstimmung – Ankertext, der genau zu Deinem Keyword passt (also: wie man online Geld verdient). Auf diese Art von Ankertext solltest Du wie bereits gesagt eher verzichten, da sie meistens einfach unnatürlich sind.
  • Teil-Übereinstimmung – Ankertext, der zum Teil mit Deinem Ziel-Keyword übereinstimmt (z. B. Möglichkeiten, Geld zu verdienen). Diese Herangehensweise eignet sich oftmals viel besser, da sie natürlicher klingt als eine exakte Übereinstimmung.
  • Keine Übereinstimmung – Ankertext, der nichts mit Deinem eigentlichen Keyword zu tun hat (z. B. in diesem Artikel). Ich verwende diese Art von Ankertext ziemlich oft, da sie einfach und natürlich in einen Fließtext eingebaut werden können.
  • Mit Marken-Touch – Ankertext, der zu Deiner Marke passt (z. B. Eriks Blog). Auch Ankertexte mit Erwähnung der Marke sind häufig sinnvoll, da sie Deine Markenautorität auf unkomplizierte Weise steigern können.
  • Marke + Keyword – Ankertext, der sowohl Deine Marke als auch Dein Ziel-Keyword enthält (z. B. Eriks Leitfaden zum Online-Geldverdienen). Und auch diese Möglichkeit finde ich gut, da sie Deine Marke direkt mit Deinem Ziel-Keyword verbindet.

Fazit: Alle der oben genannten Faktoren wirken sich auf den Wert eines einzelnen Backlinks aus. Ich habe die Faktoren dabei absichtlich in meiner persönlichen Prioritäten-Reihenfolge angeordnet. Wenn Du wirklich verstehen willst, wie man effektiv Links aufbaut, solltest Du auf jeden Falle alle Punkte berücksichtigen.

Kurz zusammengefasst bringt Dir der folgende Backlink in der Regel also am meisten:

Ein Dofollow-Link, der von einer Webseite mit hohem Domain Rating stammt, die ähnliche Themen behandelt und mit Deiner Nische verwandt ist. Dort sollte er auf einer Seite mit einem hohen URL-Rating, am besten weit oben, im Artikel platziert werden und gleichzeitig mit nur wenigen weiteren Links konkurrieren müssen. Der Ankertext selbst sollte natürlich klingen.

Etwas verwirrt? Keine Angst, mach Dir keinen allzu großen Kopf. Der Aufbau von Backlinks ist keine Raketenwissenschaft. Stattdessen gibt es eben einfach nur ein paar hilfreiche Faktoren, über die Du Dir im Klaren sein solltest, bevor Du mit dem Linkaufbau und dem Verfassen von Gastbeiträgen loslegst.

Nachdem Du nun die Grundlagen über den Aufbau von Links kennengelernt hast, will ich Dir im nächsten Schritt ein paar Strategien mit auf den Weg geben.

Effektive Strategien zur Skalierung Deiner Backlinks

Im Folgenden findest Du ein paar moderne Strategien zum Linkaufbau, die auch ich bei meinem Blog angewandt habe.

1. Handel mit Gastbeitrags-Links.

Gastbeiträge sind nach wie vor ein mächtiges Instrument für Blogger, um Backlinks zu erhalten. Der primäre Wert des „Gastbloggens“ besteht dabei nicht darin, mehr Traffic zu generieren. Stattdessen geht es zuvorderst erst einmal darum, Dein Domain Rating zu verbessern, damit Deine Inhalte höher auf Google ranken können.

Diese Strategie erfordert es natürlich, andere Blogs in Deiner Nische zu kontaktieren und für deren Webseite einen Gastartikel zu schreiben. In diesem setzt Du dann den Backlink nach den oben aufgeführten Regeln, der auf Deine eigene Webseite verweist.

Leider reicht es meistens jedoch nicht aus, nur Gastbeiträge zu schreiben, um an neue Backlinks zu kommen. Aus der Sicht von Google sind Links zu Gastbeiträgen nämlich ab einem gewissen Grad unnatürlich – stammt jeder einzelne Deiner Backlinks aus einem Gastbeitrag, den Du selbst verfasst hast, dann kann dies für die Suchmaschine eine Red Flag darstellen.

So kann es womöglich sein, dass Google davon ausgeht, dass Du die einzige Person bist, die auf Deinen Blog verlinkt. Und, dass Du es auf organischem Wege nicht schaffst, genügend Verlinkungen von anderen Artikeln zu erhalten. Beim Erstellen Deines Backlink-Profils willst Du es selbstverständlich vermeiden, von Google als Spam eingeordnet zu werden.

Wie bringst Du das Verfassen von Gastbeiträgen auf die nächste Stufe?

Du verwendest Deine Gastbeiträge als Ressource, um mehr Backlinks zu erhalten.

Kurzes Beispiel aus meinem eigenen Blog:

Im November 2020 habe ich 12 Gastbeiträge auf anderen Webseiten (aus meiner Nische) veröffentlicht.

Wie habe ich diese Backlinks optimiert?

Nun, zunächst habe ich natürlich einfach ein paar Links zu meiner eigenen Webseite eingebaut. Aber anschließend eben auch ein paar interne Links zu dem Blog, für den ich den Beitrag verfasst habe. Und ein paar hilfreiche Statistiken hab ich direkt noch dazugepackt.

Aber ist das wirklich schon alles, was Du für Dein Backlink-Profil tun kannst? Was wäre, wenn es in einem Gastbeitrag Platz für mehr Links gibt?

Also habe ich mir gedacht: „Wenn ein Link im Durchschnitt 350 € wert ist, warum sollte ich dann nicht noch ein paar mehr hinzufügen? Und diese im nächsten Schritt dann als Hebel nutzen, um mehr Backlinks für meinen eigenen Blog zu generieren?“

Genau hier kommt der Handel mit Gastastbeitrags-Links ins Spiel.

So funktioniert es: Du hältst Ausschau nach anderen Bloggern in Deiner Nische, die ebenfalls nach hochwertigen Backlinks suchen und offen für einen Linktausch sind.

Da Du nun ja bereits Platz hast, um einige Links in Deinem Gastbeitrag einzufügen, kannst Du das auch nutzen. Und zwar, indem Du einfach die Links von anderen Bloggern zusätzlich zu Deinen integrierst. Im Gegenzug fügen diese Blogger dann Deinen Backlink in ihre eigenen Gastbeiträge ein.

Eine Win-Win-Situation.

Du musst also nicht zwangsläufig 12 Gastbeiträge veröffentlichen, um Backlinks von 12 Webseiten zu erhalten. Stattdessen kannst Du Deine Gastbeiträge auch als eine Art Handelsköder verwenden und so über zahlreiche Partnerschaften weitere Backlinks von den Gastbeiträgen anderer Blogger erhalten.

Selbstverständlich solltest Du es auch damit nicht übertreiben – die auf diese Weise generierten Links sollten ebenfalls hochwertig sein und auf echten Beziehungen basieren. Wenn Du Dir einmal die Webmaster-Richtlinien von Google durchliest, wirst Du nämlich auf einige Punkte stoßen, die von der Suchmaschine als unlautere Linksysteme betrachtet werden. Das willst Du natürlich vermeiden.

Die guten Nachrichten? Diese Strategie ist nicht wirklich kompliziert. Sobald Du mit der Gastbeitragsarbeit anfängst, ergeben sich solche Link-Partnerschaften ganz natürlich, wenn Du andere Blogger in Deiner Nische kennenlernst.

Wichtig ist der faire Austausch von Wert: Du stellst anderen Bloggern Links bereit und erhältst dafür im Gegenzug Links.

2. Gehe mit Deinen Gastbeiträgen in Vorleistung

Willst Du gerne mit einem Top-Blogger oder Influencer in Deiner Nische zusammenarbeiten? Dann kann es sehr ratsam sein, diesen bereits vorab in Deinen Gastbeiträgen zu verlinken, bevor Du überhaupt Kontakt aufnimmst.

Auf diese Weise kannst Du der entsprechenden Person in einer E-Mail bereits die wertvollen Backlinks präsentieren, die Du ohne jegliche Gegenleistung in Deine Artikel integriert hast.

Ich wollte zum Beispiel unbedingt mit Phil von nebenbeioniline.de zusammenarbeiten. Bevor ich also eine Anfrage rausschickte, um ein Podcast-Interview mit ihm zu führen, habe ich ihn zunächst in 10 Gastbeiträgen verlinkt.

Diese Link-Vorleistungs-Strategie funktionierte tatsächlich.

Sein Team erkannte den Wert der von mir bereitgestellten Backlinks, das Podcast-Interview wurde durchgeführt und ich erhielt am Ende sogar einige Backlinks von der Seite der Podcast-Episode.

Der Wertaustausch: Deine Bereitstellung von Links im Voraus, um im Gegenzug qualitativ hochwertige zukünftige Links zu erhalten.

Es handelt sich hierbei also zweifellos um eine effektive Next-Level-Strategie, die nur schwer zu skalieren ist. Ich würde an Deiner Stelle versuchen, die Strategie erst dann zu verwenden, sobald Du schon eine gewisse Anzahl von Gastbeiträgen hast. Dann kannst Du auch diejenigen Webseiten und Blogger kontaktieren, die Dir normalerweise nicht antworten.

Weitere Strategien zum Linkaufbau:

Natürlich kann ich in diesem Artikel nicht alle meine Tipps und Tricks im Linkaufbau ausführlich erläutern, mit denen ich erfolgreich Traffic generiere.

Tatsächlich wäre es sogar dumm von mir, diese Informationen ohne Weiteres kostenlos im Internet bereitzustellen. Schließlich kann ich es mir einfach nicht leisten, diese Taktiken mit meinen Konkurrenten zu teilen.

Du wirst diese allerdings alle in ausführlicher Form in meinem Online-Kurs finden, den ich im nächsten Jahr starten werde.

Zusammenfassung

Backlinks sind im Prinzip nichts anderes als ein Austausch von Wert.

Dabei geht es letzten Endes weniger um irgendeine spezielle Linkaufbau-Technik als vielmehr um den eigentlichen Wert, den Du anderen Bloggern bieten kannst.

Wenn Du keinen Mehrwert bieten kannst, bringen Dir selbst die besten Strategien nichts.

Anstatt Dich nur auf das Rausschicken von E-Mail-Anfragen für Gastbeiträge zu konzentrieren, in denen Du quasi mehr oder weniger um Backlinks bettelst, solltest Du Deinen Fokus besser darauf richten, selbst einen Mehrwert liefern zu können.

Anstatt Dir ununterbrochen den Kopf über die perfekte Taktik (wie zum Beispiel über den Aufbau von defekten Links) zu zerbrechen, konzentriere Dich lieber auf den Aufbau einer echten und für beide Seiten vorteilhaften Partnerschaft.

Durch die Skalierung Deiner Backlinks wirst Du irgendwann ganz automatisch einen Schneeballeffekt in Gang setzen:

  • Je mehr Links Du bekommst, desto höher rankst Du.
  • Je höher Du bei Google rankst, desto mehr Traffic erhält Deine Webseite.
  • Und je mehr Traffic Du erzielst, desto mehr passive Links wirst Du erhalten. 

Eine Aufwärtsspirale quasi. Und irgendwo musst Du ja anfangen.

Wenn Du gerade erst mit dem Linkaufbau beginnst, solltest Du alles in Gang setzen, erste Beziehungen aufzubauen, Gastbeiträge zu erhalten und Backlinks von anderen Bloggern auf Deiner Webseite zu integrieren. Damit Du diese dann in der Zukunft dazu verwenden kannst, um in der digitalen Welt zu handeln.

Was hältst Du von dieser modernen Form des skalierten Linkaufbaus? Hast Du noch Fragen zum Thema Backlinks?