Hackischen Markt Berlin

Die 18. Kryptowährung, welche ich im Zuge der Blogbeiträge vorstelle, heißt MINA. Hierbei handelt es sich um den nativen Token der Mina-Blockchain, welche von O(1) Labs entwickelt wurde (und wird). Das Besondere an dieser Blockchain ist ihre Größe. Mit gerade einmal 22 KB handelt es sich um eines der kleinsten, wenn nicht sogar das kleinste Blockchain-Netzwerk.

Im Vergleich dazu sind bekannte Blockchains oft sehr datenlastig, wie bspw. die Bitcoin-Blockchain mit derzeit ca. 250 GB. Dies führt zu Problemen mit der Skalierbarkeit und somit zu höheren Kosten für erhöhten Energieverbrauch. Außerdem ist die für die Verarbeitung von Transaktionen benötigte Zeit höher. Durch Einsparung von Datenlasten hat Mina das Potenzial die genannten und auch einige andere Probleme herkömmlicher Blockchains zu lösen.

Mina (MINA) | Entwickler & Entwickler-Team

Der CEO des Unternehmens und Mitbegründer des Protokolls ist Evans Shapiro. Weitere Mitglieder des Gründungsteams sind Brad Cohen, Izaak Meckler, Vanishree Rao und Emre Tekişalp von O(1) Labs sowie Joseph Bonneau von der New York University.

In den letzten Jahren hat das Team zusammen mit seiner Community mehrere Testnet-Phasen gestartet und umfangreiche Erfahrungen gesammelt.

Die Mina (MINA) Geschichte

Das Mina-Protocol wurde 2017 von O(1) Labs veröffentlicht. Es hatte das Ziel, die Dezentralisierung und Skalierbarkeit für die Blockchain zu optimieren. Ursprünglich als Coda Protocol bekannt, musste es jedoch aufgrund eines Markenstreits mit R3 wegen der Ähnlichkeit des Namens mit seiner Corda-Blockchain in Mina umbenannt werden.

Es gab mehrere Kapitalbeschaffungsphasen für Mina, beginnend mit einem Privatverkauf im März 2018, der 3,5 Millionen USD an Private Equity einbrachte. Es folgte eine zweite Phase im April 2019, bei der zusätzliche 15 Millionen US-Dollar gesammelt wurden. Die letzte private Finanzierungsphase fand im Oktober 2020 statt und brachte insgesamt 10,9 Millionen US-Dollar ein.

Mina hielt am 13. April 2021 über CoinList ein ICO ab und sammelte innerhalb weniger Stunden 48.150.000 US-Dollar. Token wurden für 0,25 US-Dollar verkauft, wobei 28% des gesamten Token-Angebots veräußert wurden. Der Mindesteinkauf betrug 200 MINA, der Maximaleinkauf 4.000 MINA.

(Vor-) Erfahrungen & Vorprojekte

Evan Shapiro hat seinen Bachelor of Science in Informatik an der Carnegie Mellon absolviert. Anschließend erhielt er seinen Forschungs-MS während seiner Arbeit im Personal Robotics Lab der CMU, wo er für die HERB-Robotik-Plattform forschte. Er hat weiterhin als Software-Ingenieur für Mozilla gearbeitet.

Izaak Meckler ist Mathematiker und Informatiker. Zuletzt war er Doktorand in der Kryptografie an der UC Berkeley. Davor arbeitete er als Software-Ingenieur bei der Handelsfirma Jane Street und hat an zahlreichen Open-Source-Projekten mitgewirkt, darunter dem Elm-Compiler.

Vanishree Rao ist eine theoretische und angewandte Kryptografikerin mit umfassender Erfahrung in Industrie und Wissenschaft. Sie promovierte an der UCLA unter anderem durch ihre Arbeit zu zk-Proofs, Mehrparteienberechnungen, Hashing und Pseudozufallsfunktionen. Anschließend arbeitete sie in der Industrie bei Xerox PARC und Intertrust Technologies.

Emre Tekisalps verbrachte vor O(1) Labs zwei Jahre im Business Development Team von Coinbase, wo er eine Reihe strategischer Programme leitete. Vor Coinbase war Emre Produktmanager bei Intels Wearable Devices Group. Er stammt ursprünglich aus Istanbul und hat einen MBA-Abschluss an der Columbia University absolviert.

Joseph Bonneau ist Assistenzprofessor an der NYU. Seine Forschung umfasst eine Vielzahl von Themen in Kryptografie und Sicherheit, darunter HTTPS und Websicherheit, Passwörter und Authentifizierung, Kryptowährungen, durchgängig verschlüsselte Kommunikationstools und Seitenkanal-Kryptoanalyse. Er trägt einen Doktortitel der University of Cambridge und einen BS- und MS-Abschluss in Informatik und Kryptografie der Stanford University.

Mina (MINA) | Geldmenge & Ausschüttungsrate

Der Preis eines Mina-Coins beläuft sich derzeit auf ca. 4 US-Dollar (Stand 03.09.2021). Mit einer Marktkapitalisierung von 818.589.988 US-Dollar ist MINA derzeit auf Platz 110 des Kryptocoin-Rankings. Derzeit sind 206.982.693 MINA im Umlauf.

Anfänglich werden 1 Milliarde MINA angeboten, wobei deren weiteres Angebot unbegrenzt ist. Jeder MINA kann in eine Milliarde Einheiten, sogenannte Nanominas dividiert werden. All dies ist durch On-Chain-Governance änderbar.

Da das Mina-Protokoll PoS-basiert ist, werden Benutzer mit Inflation bestraft, wenn sie ihre Token halten, statt „Staking“ zu betreiben. Gehaltene Token werden durch diese Inflation verwässert, was den Benutzer*innen einen Anreiz geben soll, sich am Netzwerk zu beteiligen. Blockbelohnungen sind dynamisch an die Staking-Rate im Netzwerk angepasst. So kann die spezifische Inflationsrate konstant gehalten werden, die für das Protokoll festgelegt wurde.

Mina (MINA) | Partnerfirmen & Investoren

Es gibt eine große Anzahl bedeutender Investoren, welche das Mina-Protokoll anfänglich finanziell ermöglicht haben. Zu diesen Investoren gehören der berühmte Serienunternehmer und Investor Naval Ravikant, Coinbase-Vorstandsmitglied Fred Ehrsam, Andrew Keys von ConsenSys Capital und Charlie Noyes von Paradigm. Darüber hinaus gehören zu den organisierten Fonds, die das Unterfangen unterstützen, unter anderem MetaStable Capital, Polychain Capital und Multicoin Capital.

Zu den Partnern des Mina-Protokolls gehören außerdem ausgewählte Blockproduzenten bzw. -delegatoren. Das Delegieren von Blöcken ist eine Alternative zum direkten Staking von Mina, wobei keine stetig mit dem Netzwerk-verbundenen Knoten unterhalten werden müssen. Zu solchen Delegatoren zählen BisonTrails, Figment Networks, nonce/dsrv labs und Spark Pool.

Das Projekt wird auch von einer Reihe hochkarätiger Berater*innen unterstützt, darunter Luke Youngblood, der Gründer und CEO von Blockscale und Jill Carlson, die Mitbegründerin der Open Money Initiative.

Wo soll der Coin zum Einsatz kommen?

Das Mina-Protokoll besitzt neben einem niedrigen Ressourcenbedarf auch Konstanz in seiner Größe. Die Blockchain von Mina kann ihre winzige Größe beibehalten, auch wenn sie auf viele Benutzer und jahrzehntelange Transaktionsgeschichte skaliert wird. Die minimale Kette von Mina ermöglicht es jedem auf fast jedem Gerät, die gesamte Kette wie einen vollständigen Knoten zu validieren. Mina ist ein Proof-of-Stake-Protokoll mit einem Algorithmus namens Ouroboros Praos. Das Protokoll wird für programmierbare Zahlungen, unaufhaltsame Apps, erlaubnislose Privatsphäre, verteiltes Computing und inklusiven Konsens verwendet. Es wird von seinen Teilnehmern bzw. seiner Community geregelt und durch Kryptografie gesichert.

Das Protokoll verwendet Zero-Knowledge Succinct Non-Interactive Arguments of Knowledge (zk-SNARKs). Dabei handelt es sich um einen kryptografischen Beweis, der es jemandem ermöglicht, Informationen zu authentifizieren, ohne diese preiszugeben. In einem großen Netzwerk ist es eher unpraktisch, einem Benutzer zu ermöglichen, die Plattform bis zu ihrem Entstehungsblock zurückzuverfolgen. Deshalb berechnet Mina stufenweise SNARKS, die sich nur auf die letzten paar Blöcke konzentrieren – was bedeutet, dass Endbenutzer diesen zk-SNARK-komprimierten Beweis anstelle des gesamten Transaktionsverlaufs eines Blocks überprüfen.

Ziel des MINA-Coins

Mina arbeitet an einem effizienten, verteilten Zahlungssystem, das es Benutzern ermöglicht, die Plattform direkt aus dem Genesis-Block nativ zu verifizieren. Das technische Whitepaper nennt dies sinngemäß eine „kurz und bündige Blockchain“.

Das Herzstück des Mina-Protokolls ist MINA, seine native Währung, welche als Gebrauchsmünze und Tauschmittel fungiert. Der Coin des Mina-Netzwerks steht im Mittelpunkt des wirtschaftlichen Anreizsystems des Protokolls. Blockproduzenten und Snarkproduzenten werden in MINA bezahlt. Alle Inhaber erhalten einen Anreiz, den Token zu setzen, da sie mit Staking-Prämien belohnt werden.

Marktpotenzial von MINA

Die vielen Investoren geben den potenziellen zukünftigen Renditen des Tokens eine solide Grundstärke.

Das Mina-Protokoll ermöglicht eine unbegrenzte Anzahl von Blockproduzenten, sodass die Sicherheit, Widerstandsfähigkeit und Dezentralisierung des Netzwerks mit wachsender Community nur weiter zunehmen sollten. Mina wird nach dem Start des Mainnets weiterhin neue Knotenbetreiber an Bord holen – einschließlich Hobbyisten und Einsteiger.

Disruptives Potenzial

Bei traditionellen Blockchains wie Bitcoin und Ethereum müssen beim Beitritt eines Knotens alle Transaktionen überprüft werden, die im Netzwerk stattgefunden haben (die gesamte Blockchain-Historie). Bei bspw. über 500 Millionen Transaktionen auf Bitcoin, die bereits mehr als 250 GB umfassen, dauert die Überprüfung bei herkömmlichen Computersystemen mitunter mehrere Tage. Aus diesem Grund sind spezielle Geräte mit viel höherer Rechenleistung erforderlich, um einen vollständigen Knoten zu verkörpern, der die Blockchain speichert und verifiziert. Dies bremst die eigentlich erwünschte Dezentralisierung vehement aus, da mit zunehmender Komplexität des Blockchain-Verlaufes immer weniger neue Knotenbetreiber in der Lage sind, am Netzwerk teilzunehmen.

Das Mina-Protokoll versucht dies zu ändern, indem es eine komprimierte Blockchain einführt. Das gesamte Blockchain-Netzwerk ist nur 22 KB groß, was der Größe von wenigen Tweets entspricht. Die Benutzer des Mina-Protokolls müssen lediglich den Umgang mit zk-SNARK kennen, um den gesamten Transaktionsverlauf zu überprüfen. Damit ist es Mina theoretisch möglich, eine deutlich größere Vernetzung von Knoten und damit einen höheren Dezentralisierungsgrad zu erreichen als herkömmliche Kryptowährungen.

Interner Markt

Es gibt drei Arten von Teilnehmern am Mina-Netzwerk. Jeder spielt eine wesentliche Rolle und wird daher angemessen gefördert. Man unterscheidet zwischen:

Verifier (Überprüfer): Verifier sind Nutzer des Netzwerks, welche Knotensicherheit durch das Herunterladen eines zs-SNARK verifizieren. Dieser ist lediglich Hunderte von Bytes groß, wodurch die Überprüfung nur eine Millisekunde an Rechenprozessen erfordert.

Block Producers (Blockproduzenten): Die Rolle von Blockproduzenten besteht normalerweise darin, die Transaktionen auszuwählen, welche in einen Block aufgenommen werden sollen. Dabei entscheiden sie sich gewöhnlich für die Transaktionen mit den höchsten Gebühren. Jedoch haben Blockproduzenten bezüglich Mina eine andere Rolle, um die Kompaktheit der Blockchain aufrechtzuerhalten. Für jede Transaktion, die einem Block hinzugefügt wird, müssen sie eine gleiche Anzahl früherer Transaktionen „snarken“, damit ihr Block die Konsensregeln einhält und für andere Knoten akzeptabel ist.

Snarker: Es handelt sich um Netzwerkteilnehmer, die für die Erstellung der zk-SNARKs verantwortlich sind, welche SNARK-Transaktionen verifizieren können. Sie buchen Gebühren und Call-Gebote für ihre SNARKS ab. Wenn ein Blockproduzent diese SNARKs in einem Block verwendet, bezahlt er sie aus den Transaktionsgebühren, die mit ihnen verdient werden. Es entsteht eine Art Konkurrenz um die besten SNARK-Gebühren unter den Block Producers.

Wie reagiert der externe Markt auf den Coin?

MINA-Token wurden erstmals am 31. Mai 2021 an Börsen notiert und zu einem Preis von 9,90 $ gehandelt. Da der gesamte Kryptowährungsmarkt zu diesem Zeitpunkt rückläufig war, ging der Preis deutlich zurück. Der Preis erholte sich jedoch wieder vom Allzeittief bei 2,76 USD.

Aktive Mina (MINA) Projekte

Mit Mina können Entwickler leistungsstarke Anwendungen wie Snapps3 (SNARK-basierte Apps) erstellen, um Finanzdienstleistungen anzubieten. Und dies, ohne den Datenschutz und programmierbares Geld zu beeinträchtigen, auf das jeder vertrauenswürdig von seinem Telefon aus zugreifen kann.

Fazit: Die Vorteile und Nachteile von Mina (MINA)

Das Mina-Protokoll konnte einige Lösungen für die aktuellen Probleme vieler Blockchain-Netzwerke bereitstellen. Die Idee hinter dem Protokoll und den damit verbundenen Anwendungen (Snapps) selbst ist einzigartig: Die Integrität und Sicherheit der Blockchain kann aufrechterhalten werden, ohne die Skalierbarkeit und Dezentralisierung zu beeinträchtigen. Weiterhin ist das Netzwerk leichtgewichtig und ermöglicht es Besitzern von Geräten mit durchschnittlicher Rechenleistung als vollständiger Knotenbetreiber zu fungieren. Das Projekt wird von vielen hochrangigen Investment-Fonds gestützt.

Doch auch Mina hat sich noch einigen Herausforderungen zu stellen. Da das Protokoll Open Source und nicht patentiert ist, können in Zukunft Nachahmungen der Technologie entstehen. Weiterhin kann die aktuelle Version des Protokolls keine Smart Contracts unterstützen.

Obwohl das Mainnet gerade erst gestartet wurde und die Bekanntheit des Protokolls derzeit gering ist, hat das Projekt längerfristig die Chance, eine der wichtigsten transaktionalen Blockchain-Plattformen zu werden.

MINA kaufen

MINA-Coins können über die folgenden Krypto-Handelsplattformen erworben werden: Binance*, Kraken und Gat.io.

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