Hackischen Markt Berlin

Im 15. Krypto Minute-Beitrag geht es um LINK, eine Kryptowährung der Chainlink-Blockchain. Diese wird durch die Chainlink Labs entwickelt, welche wiederum der Firma SmartContracts untergeordnet sind. Chainlink ist ein dezentrales Oracle-Netzwerk, das Smart Contracts reale Daten in der Blockchain zur Verfügung stellt.

Smart Contracts sind vordefinierte Vereinbarungen auf der Blockchain, die Informationen auswerten und automatisch ausführen, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Chainlink ermöglicht es Blockchains, sicher mit externen Datenfeeds, Ereignissen und Zahlungsmethoden zu interagieren. Es können außerdem kritische Off-Chain-Informationen bereitgestellt werden. Komplexe Smart Contracts nutzen diese, um sich als dominante Form der digitalen Vereinbarung zu etablieren.

Chainlink (LINK) | Entwickler & Entwickler-Team

Sergey Nazarov ist Mitbegründer und CEO von Chainlink Labs. Er tat sich 2014 mit Steve Ellis zusammen und startete die Platfform SmartContract. Diese führte Smart Contracts ein, indem sie diese mit externen Daten und weithin akzeptierten Bankzahlungen verband. SmartContract war eines der unternehmerischen Vorhaben, die Sergey Nazarov 2017 zur Gründung von Chainlink bewegten. Das Whitepaper für das Projekt wurde gemeinsam von Nazarov und Cornell-Professor Ari Juels verfasst, der als technischer Berater fungierte.

Das Hauptquartier des Unternehmens befindet sich auf den Cayman Inseln. Chainlink wird von erstklassigen Entwickler*innen, Akademiker*innen und Geschäftsexpert*innen unterstützt, die eine Dateninfrastruktur der nächsten Generation für Smart Contracts aufbauen wollen.

Die Chainlink (LINK) Geschichte

Das erste Whitepaper „ChainLink: A Decentralized Oracle Network“ wurde am 4. September 2017 veröffentlicht und beschreibt den Ansatz des Projekts zur Lösung des Blockchain-Orakelproblems.

Im Jahr 2020 verwendete Everipedia einen Chainlink-Knoten, um Daten zu den Ergebnissen der US-Präsidentschaftswahlen von 2020 zu veröffentlichen.

Chainlink veröffentlichte eine 2.0-Version seines Whitepapers im April 2021. In ihr werden neue Funktionen für das Chainlink-Netzwerk beschrieben, darunter Off-Chain-Berechnungen, kryptoökonomisches Abstecken und Datenschutzfunktionen.

(Vor-) Erfahrungen & Vorprojekte

Sergey Nazarovs berufliche Laufbahn begann als Lehrbeauftragter an der NYU Stern School of Business. 2009 war Nazarov Mitbegründer von ExistLocal, einem Peer-to-Peer-Marktplatz für authentische lokale Erlebnisse. 2014 war er außerdem Mitbegründer von CryptaMail, einem vollständig dezentralisierten, Blockchain-basierten E-Mail-Dienst. Er schloss sein Studium in Betriebswirtschaftslehre an der New York University mit den Schwerpunkten Philosophie und Verwaltung ab.

Steve Ellis wurde gleich nach seinem Abschluss Softwareingenieur bei Pivotal Labs. 2014 war er Mitbegründer von Secure Asset Exchange, einem Unternehmen, das einen einfachen Webzugriff auf eine dezentrale Asset-Börse ermöglicht. Ellis schloss sein Studium in Informatik 2010 an der New York University ab.

Ari Juels ist Professor am Jacobs Technion-Cornell Institute an der Cornell Tech und dem Technion sowie Mitarbeiter der Fakultät für Informatik an der Cornell University. Er ist Co-Direktor der „Initiative for CryptoCurrencies and Contracts“ (IC3). Außerdem ist er Chief Scientist bei Chainlink. Zu seinen jüngsten Interessengebieten gehören Blockchains, Kryptowährungen und Smart Contracts, sowie angewandte Kryptografie, Cloud-Sicherheit, Benutzerauthentifizierung und Datenschutz.

Chainlink (LINK) | Geldmenge & Ausschüttungsrate

Ein LINK-Token kostet derzeit ca. 25 US-Dollar (Stand 12.08.2021). Mit einer Marktkapitalisierung von 11.043.588.498 US-Dollar belegt Chainlink derzeit Platz 15 des Kryptocoin-Rankings. Von den insgesamt 1 Milliarde verfügbaren Coins sind aktuell rund 444,5 Mio. Stück, also ca. 44% im Umlauf.

Laut ICO-Dokumentation werden 35% des gesamten Token-Angebots an Knotenbetreiber und als Anreize für das Ökosystem ausgegeben. Weitere 35% der LINK-Token wurden während öffentlicher Verkaufsveranstaltungen verteilt. Die verbleibenden 30% des gesamten Token-Angebots sind für die weitere Entwicklung des Chainlink-Ökosystems und -Netzwerks vorgesehen.

Chainlink (LINK) | Partnerfirmen & Investoren

Das Preiswachstum von LINK verläuft proportional zu den Ankündigungen der Partnerschaften mit Chainlink. Das Unternehmen kündigte 2019 mehr als 50 Partnerschaften über seinen Social-Media-Kanal an. Der Preis von LINK stieg innerhalb von 48 Stunden um 50% an, nachdem die Kooperation mit Google Cloud im Juni 2019 beschlossen wurde.

ChainLink hat es in den letzten Jahren geschafft mit hunderten Unternehmen zusammenzuarbeiten. Diese umfassen die verschiedensten Bereiche, aber es gibt eine verstärkte Zusammenarbeit mit Unternehmen, welche sich auf Kryptowährungen bzw. deren Netzwerke fokussieren. Dazu zählen neben Google z.B. Matic Network, IOST, Binance, Ethereum Classic und BetProtocol.

Wo soll der Coin zum Einsatz kommen?

Das Chainlink-Netzwerk ist ein dezentrales Netzwerk von Knoten, die den Zugriff auf Datenfeeds verkaufen. Das Netzwerk besteht aus zwei separaten Teilen, den On-Chain-Systemen und den Off-Chain-Systemen. Sie wirken so zusammen, dass sie den Gesamtservice bereitstellen.

Die On-Chain-Komponente von Chainlink besteht aus Smart Contracts, die auf der Blockchain von Ethereum bereitgestellt werden. Diese Verträge verarbeiten die Datenanfragen von Benutzern, die die Oracle-Funktionen des Netzwerks nutzen möchten, um Daten mit denen eines Finanzinstituts zu vergleichen. Jeder dieser Verträge enthält drei Unterverträge:

  • Der Reputationsvertrag überprüft die Erfolgsbilanz eines Oracle-Anbieters,
  • der Order-Matching-Vertrag protokolliert das Service-Level-Agreement des Nutzungsvertrags im Netzwerk und holt Gebote von verantwortlichen Oracle-Anbietern ein und
  • der Aggregationsvertrag gleicht die kollektiven Daten der ausgewählten Orakel ab, um das genaueste Ergebnis zu finden.

Chainlink verwendet diese Verträge anschließend, um Oracle-Funktionen basierend auf vom Benutzer festgelegten Parametern auszuwählen. Anschließend meldet es die angeforderten Daten zurück an die Blockchain, sobald sie von den Off-Chain-Orakeln gefunden wurden. Die von allen „Orakeln“ übermittelten bzw. aggregierten Daten ergeben eine genaue, gewichtete Antwort.

Der Off-Chain-Teil des Netzwerks sind Oracle-Knoten, die mit dem Netzwerk von Ethereum oder einem Blockchain-Netzwerk verbunden sind, welches Smart Contracts verwendet. Sie sind dafür verantwortlich, alle von den On-Chain-Verträgen angeforderten Daten zu sammeln. Die Daten werden über Chainlink Core verarbeitet. Dabei handelt es sich um eine Node-Software, die es ihrer Off-Chain-Infrastruktur ermöglicht, mit der Blockchain zu interagieren. Sie übermittelt außerdem die oben genannte Datenaggregation und Vertragserfüllung an das On-Chain-Orakel. Die außerhalb der Kette gesammelten Daten werden von Oracle-Betreibern durchgeführt, die in LINK für das Sammeln und Senden der Daten bezahlt werden.

Ziel des Chainlink-Coins

Der LINK-Token von Chainlink ist ein ERC677-Token, eine Erweiterung von ERC20-Token. Sie fungieren als Datennutzlasten und speisen die erforderlichen Daten aus Off-Chain-Quellen in Smart Contracts ein, die dann entsprechend auf die vom Token bereitgestellten Daten reagieren. Die Token werden, wie bereits erwähnt, verwendet, um Knotenbetreiber für das Abrufen von Daten aus Smart Contracts sowie für Einzahlungen von Knotenbetreibern zu bezahlen, die von Vertragserstellern verlangt werden. Token können in jedem ERC20-Wallet gespeichert werden, da der ERC677-Token alle Funktionen eines ERC20-Tokens behält.

Marktpotenzial von Chainlink

Chainlink gilt als eines der vielversprechendsten Projekte im Ethereum-Netzwerk, da es darauf abzielt, ein grundlegendes Problem im Blockchain-Ökosystem zu lösen: Wie kann man externe Daten, dem eine Blockchain-Umgebung vertrauen kann, vorhersagen? Chainlink ist das Projekt, das erste Lösungen hervorgebracht hat, um dieses Problem direkt anzugehen.

Disruptives Potenzial

Das Chainlink-Projekt zielt darauf ab, ein verteiltes, dezentrales Orakelsystem zu schaffen, das vollständig mit Blockchains wie Bitcoin und Ethereum kompatibel ist. Es könnte in Zukunft also als Bindeglied zwischen weiteren, wenn nicht sogar allen Kryptowährungen fungieren. Indem es Informationen aus allen Netzwerken verknüpft, ist zudem erwartbar, dass es dazu in der Lage sein wird, eine erhöhte Sicherheit der Informationen zu garantieren. 

Denkt man außerhalb des Kryptomarktes, so wäre eine Anwendung des Systems bei grundlegenden Quellen-Recherchen im Internet, bspw. bei Suchmaschinen sinnvoll. Besitzt das Netzwerk genügend Komplexität und ist insbesondere dazu in der Lage, sämtliche Websites zu erfassen und deren Relevanz nach Seriosität zu differenzieren, so kann es gezielt zum Abruf relevanter Informationen genutzt werden.

Interner Markt

Chainlink wird von einer großen Open-Source-Community aus Datenanbietern, Knotenbetreibern, Entwicklern von Smart Contracts, Forschern, Sicherheitsprüfern und mehr angetrieben. Sie bilden das Chainlink-Ökosystem mit folgender Unterteilung: ;

Data Provider (Datenanbieter) können Daten über ihre bestehenden APIs in weniger als einer Stunde an das Chainlink-Netzwerk verkaufen. Chainlink abstrahiert alle Komplexitäten rund um den Betrieb von Knoten und die Abwicklung von Kryptowährungszahlungen und ermöglicht es Datenanbietern, ihre vorhandene Infrastruktur zu monetarisieren und sich ausschließlich auf die Bereitstellung hochwertiger Daten zu konzentrieren.

Chainlink-Node Operators (Knotenbetreiber) sind das Rückgrat des Chainlink-Netzwerks. Sie betreiben und warten die Oracle-Infrastruktur, die sicherstellt, dass Smart Contracts in jeder Blockchain sicheren Zugriff auf die hochwertigsten realen Daten haben.

Von der Community erstellte Ressourcen (Werkzeuge, Anwendungen, etc.) bilden das dritte Glied des Ökosystems.

Wie reagiert der externe Markt auf den Coin?

Chainlink erlebte sowohl während, als auch nach ihrem Initial Coin Offering (ICO) im Jahr 2017 einige Rückschläge, als sie das Projekt mithilfe von Ethereum finanzieren wollten. Der Wert von Ethereum stieg während des ICOs erheblich. Da Chainlink beschloss, Ethereum im Wert von 32 Millionen US-Dollar (anstelle einer festen Obergrenze für den Betrag von Ethereum selbst) zu verwenden, gaben sie am Ende 30% mehr Token an Investoren ab, anstatt weitere 30% von Ethereum zu übernehmen. ;

Somit wurde eine Reihe von Interessenten ausgeschlossen, obwohl sie sich in das ICO eingekauft hatten. In Verbindung damit zeigte das Unternehmen schlechte Marketing- und Kommunikationsfähigkeiten und war nach Abschluss des ICO nicht erreichbar, wodurch der Verdacht auf Betrug entstand. Der Preis fiel schnell auf ein Allzeittief. Der Preis erholte sich erst auf ein stabiles Niveau, als Partnerschaften angekündigt wurden und damit klar war, dass das Projekt kein Betrug ist.

Seitdem hat sich Chainlink ständig weiterentwickelt und ist zu einem der beliebtesten Altcoins auf dem Markt geworden.

Aktive Chainlink (LINK) Projekte

Chainlink setzt vor allem auf eine rege Zusammenarbeit mit seiner Community. Beispiele dafür sind die bereits genannten community-basierten Ressourcen.

Der Chainlink Market ist ein Ressourcen-Hub für Smart-Contract-Entwickler, Datenanbieter und Knotenbetreiber, um Chainlink-Netzwerkressourcen aufzulisten und zu entdecken.

Die Chainlink-Oracle Reputation (COR) ist ein Datenvisualisierungstool, das den End-to-End-Lebenszyklus von Chainlink-Orakelberichten und deren Verbindungen anzeigt.

Fiews entwickelt Chainlink-Tools und -dienste, die ein speziell auf Chainlink-Knoten zugeschnittenes „Ethereum as a Service“ (EaaS) anbieten.

Das Chainlink Ecosystem stellt die neuesten Nachrichten und Informationen über Partnerschaften, Kooperationen und Integrationen mit dem Chainlink-Netzwerk zur Verfügung.

Fazit: Die Vor- und Nachteile von Chainlink (LINK)

Es gibt zwei Hauptvorteile von Chainlink, die es von ähnlichen Netzwerken unterscheiden, die auch mit „Orakeln“ arbeiten: Seine verteilten Quellen und die verteilten Oracles. Die meisten Orakel-Systeme sind zentralisiert, während Chainlink ein Netzwerk dezentraler Orakel ist. Traditionell handelt es sich sonst bei Oracles um Dienste von Drittanbietern, die von zentralisierten Einheiten angeboten werden, die keinem Blockchain-Konsensmechanismus unterliegen. Diese werden oft als unzuverlässig betrachtet.

Um diesem Sicherheitsproblem zu begegnen, verwendet Chainlink ein System verteilter Orakel und Quellen. Wenn das Orakel als vertrauenswürdig gelten möchte, kann es Daten aus mehreren Quellen beziehen und so seine Zuverlässigkeit als Quelle erhöhen. Wenn ein Benutzer eine Vertragsanfrage an das Chainlink-Netzwerk stellt, wird die Anfrage außerdem an mehrere Orakel vergeben, die ihre Informationen aus verschiedenen Quellen beziehen können. Dieses zweiteilige System stellt sicher, dass Orakel authentisch sind, da die Daten aggregiert und mit dem gesammelten Rest, gemessen werden. Dadurch trägt Chainlink dazu bei, dass Smart Contracts genau und ohne böswillige Absichten ausgeführt werden.

Chainlink hat eher subtilere Nachteile für diejenigen, die in Chainlink investieren möchten. Die erste dieser Feinheiten ist, dass der LINK-Token von vielen als etwas unnötig für das Netzwerk angesehen wird, da man ihn nur verwendet, um Oracle-Betreiber zu bezahlen. Viele glauben, dass dies mit einer anderen Kryptowährung genauso hätte geschehen können, die weniger an das Projekt gebunden ist. Der Wert von LINK ist direkt mit der Netzwerknutzung korreliert. Betreiber sind motiviert eher hohe Nutzungen zu erzielen, um sicherzustellen, dass sie fair entlohnt werden.

Der zweite Nachteil ist das Fehlen von Werbung und Kommunikation durch Chainlink. Dieser bereits erwähnte Mangel an Informationsaustausch führte insbesondere während der ICO-Phase (Initial Coin Offering-Phase) dazu, dass viele glaubten, sie seien betrogen worden.

Die wachsende Community und zunehmende Zusammenarbeit mit großen Krypto- sowie Technikunternehmen, kombiniert mit einem ausgeklügelten „Orakelsystem“ sind die Stärken von Chainlink. Die Währung LINK ist insbesondere von Interesse für Knotenbetreiber des Netzwerkes.

Chainlink kaufen

LINK-Token können auf den folgenden Krypto-Handelsplattformen erworben werden: Binance*, Coinbase Pro*, Kraken, Gate.io und Huobi Global*.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner