Offenlegung vorab: AG1 hat mir das Produkt kostenlos geschickt, ich habe es rund vier Monate regelmäßig getrunken und danach nicht nachbestellt. Links zu AG1 in diesem Artikel sind Partnerlinks, über die ich eine Provision bekomme, wenn du bestellst. Beides hat keinen Einfluss darauf, was hier steht, aber du sollst es wissen, bevor du weiterliest.
AG1 ist das teuerste Grünpulver, das ich kenne, und das einzige, das ich über Monate jeden Morgen getrunken habe. Nicht, weil ich es gekauft hätte, sondern weil der Hersteller es mir geschickt hat. Das macht meine Meinung nicht wertlos, aber du solltest sie mit diesem Wissen lesen. Hier steht, was AG1* drin hat, was es kostet, was ich davon gemerkt habe und die Frage, die ich mir jeden Morgen gestellt habe und die mir niemand sauber beantwortet hat: Bricht das Zeug eigentlich mein Fasten?
Vier Monate AG1: meine Erfahrung
Ich habe AG1 morgens direkt nach dem Aufstehen getrunken, mit kaltem Wasser. Geschmacklich fand ich es nicht so schlimm, wie viele schreiben: leicht grasig, etwas süß, kalt gut trinkbar. Ich habe mich in der Zeit besser gefühlt, wacher am Vormittag, weniger Lust auf Süßes. Ob das AG1 war oder der Effekt, jeden Morgen bewusst etwas für sich zu tun, kann ich nicht sagen, ich habe nichts getrackt. Das ist ehrlich, und es ist auch der Grund, warum ich den Werbeversprechen zur Energie nicht traue: Was man nicht misst, kann man nicht zuordnen.
Als die Lieferungen aufhörten, habe ich nicht nachbestellt. Nicht, weil es schlecht wäre, sondern weil rund 90 Euro im Monat für etwas, das ich gut finde, aber nicht vermisse, zu viel sind. Was geblieben ist: die Metalldose. Die steht bis heute in meiner Küche, da ist jetzt mein Magerquark drin.
Bricht AG1 das Fasten?
Die Frage, die mich die ganze Zeit begleitet hat. AG1 empfiehlt die Einnahme morgens auf nüchternen Magen. Wer intervallfastet, hat morgens aber genau das: einen nüchternen Magen, den er bis mittags behalten will.
Die Nährwerte pro Tagesportion laut EU-Etikett des Herstellers (ein Messlöffel, 13 Gramm):
| Pro Portion (13 g) | |
|---|---|
| Brennwert | 172 kJ / 41 kcal |
| Fett | 0,9 g, davon gesättigt 0,3 g |
| Kohlenhydrate | 4,4 g, davon Zucker 1,2 g |
| Eiweiß | 2,6 g |
| Salz | 0,1 g |
Was das heißt, hängt davon ab, warum du fastest:
- Wenn du fastest, um Kalorien zu sparen (16:8 als Essensfenster, nicht als Dogma): AG1 ist egal. 41 Kalorien ändern an der Tagesbilanz nichts, und der Insulin-Effekt von gut vier Gramm Kohlenhydraten ist klein.
- Wenn du wegen Autophagie oder Ketose fastest: Dann bricht AG1 das Fasten. Alles mit Kalorien, Aminosäuren und Kohlenhydraten unterbricht den Nüchternzustand, da gibt es keine Grauzone. Die oft zitierte „50-Kalorien-Regel“ ist eine Faustregel aus Foren, keine physiologische Grenze.
- Wenn du es wie ich machst: Ich habe es morgens getrunken und damit mein 16:8 jeden Tag technisch gebrochen. Gemerkt habe ich davon nichts, Gewicht und Hunger haben sich nicht verändert. Wer es sauber will, nimmt AG1* zur ersten Mahlzeit. Die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine ist mit etwas Fett im Essen ohnehin besser als mit Wasser auf leeren Magen.
Kurz: AG1 passt zum Intervallfasten, wenn du es ins Essensfenster legst. Auf nüchternen Magen, wie der Hersteller empfiehlt, ist es ein kleines Frühstück, kein Fasten mehr.
Was AG1 2026 kostet
Der deutsche Shop zeigt genau ein Angebot, Stand 07.10.2026:
| Variante | Preis | pro Portion |
|---|---|---|
| Monatspackung, 30 Portionen im Abo | 87 € | 2,90 € |
| Beim Erstkauf zusätzlich gratis: Willkommens-Kit mit Shaker, Messlöffel und Edelstahldose (28 €), Vitamin D3+K2 (24 €), 5 Travel Packs (17 €) | statt 156 € |
Einen Einmalkauf oder ein Doppelabo führt der Shop derzeit nicht auf, es gibt nur die Monatspackung im flexiblen Abo, mit Gratisversand und 30 Tagen Geld-zurück-Garantie. Beworben wird das Ganze als „Spare 40 % im ersten Monat“, gemeint ist der Wert der Zugaben.
Rechnung: Rund 1.050 Euro im Jahr. Dafür bekommst du in den meisten Apotheken Vitamin D, Magnesium, Zink, einen B-Komplex und ein Probiotikum einzeln für etwa ein Drittel, musst aber fünf Dosen verwalten. AG1 verkauft Bequemlichkeit, und die ist den Aufpreis für manche wert.
AG1 mit Willkommens-Kit
Monatspackung im flexiblen Abo, Shaker, Vitamin D3+K2 und Travel Packs beim Erstkauf gratis.
Die Alternative: dieselben Nährstoffe einzeln
AG1 bündelt im Kern das, was viele ohnehin einzeln nehmen: Magnesium, Zink, B-Vitamine, ein Probiotikum und etwas Grünzeug. Vitamin D ist in der EU-Rezeptur übrigens gar nicht enthalten, das legt AG1 beim Erstkauf als separate Flasche D3+K2 dazu. Die ehrliche Vergleichsrechnung ist deshalb nicht AG1 gegen ein anderes Grünpulver, sondern AG1 gegen die Einzelteile aus Drogerie oder Apotheke.
| Nährstoff | Was AG1 liefert (pro Portion) | Einzelpräparat | Kosten pro Monat |
|---|---|---|---|
| Vitamin D3 + K2 | kein Vitamin D, Vitamin K nur als Zutat ohne Mengenangabe | Tropfen, 50 ml mit rund 1.700 Tropfen | rund 1 € |
| Magnesium | 57 mg, 15 % des Tagesbedarfs | Magnesiumcitrat, 300 bis 400 mg | rund 5 € |
| Zink | 10 mg, 100 % des Tagesbedarfs | Zink 25 mg | rund 1 € |
| B-Vitamine | alle acht, B12 mit 50 µg und B6 mit 5 mg weit über dem Tagesbedarf | B-Komplex mit allen acht | rund 5 € |
| Probiotika | fünf Stämme, zusammen 10 Milliarden KBE | Probiotikum mit mehreren Stämmen | 13 bis 25 € |
| Grünzeug, Adaptogene, Enzyme | proprietäre Mischung, Mengen nicht ausgewiesen | kein direktes Äquivalent | – |
| Summe | rund 25 bis 37 € statt 87 € |
Die Einzelvariante kostet etwa ein Drittel, und du weißt bei jedem Präparat, wie viel drin ist. AG1 weist die Mengen seiner Pflanzenmischungen nicht aus, das ist der Kritikpunkt, den auch das ZDF gemacht hat. Was du mit den Einzelteilen nicht bekommst: einen Löffel statt fünf Dosen, und die Adaptogene und Enzyme, deren Nutzen allerdings auch am wenigsten belegt ist.
Was ich selbst nehme, seit AG1 nicht mehr kommt: Omega-3, Kreatin und Proteinpulver, alles von ESN. Nicht, weil ich das durchgerechnet hätte, sondern weil es in dem Ernährungsplan steht, den ich mir mit Claude gebaut habe. Ein Blutbild habe ich nie machen lassen. Ich weiß also nicht, ob mir Vitamin D fehlt oder Magnesium oder gar nichts, und genau das ist der Punkt, an dem die ganze Supplement-Frage eigentlich anfangen müsste: beim Messen, nicht beim Pulver. Kreatin ist übrigens nicht in AG1 enthalten, dabei ist es das einzige Supplement, dessen Wirkung für Krafttraining sauber belegt ist.
Für wen AG1 trotzdem die bessere Wahl ist: Wer weiß, dass er fünf Dosen nach zwei Wochen nicht mehr anfasst, aber einen Shake morgens durchhält. Bequemlichkeit ist ein echter Nutzen, nur sollte man wissen, dass man 50 bis 60 Euro im Monat genau dafür bezahlt.
Inhaltsstoffe, kurz
AG1 ist eine Mischung aus rund 75 Zutaten: Vitamine und Mineralstoffe in meist hoher Dosierung, dazu Probiotika, Enzyme, Pflanzenpulver wie Spirulina, Brennnessel und Alfalfa sowie Adaptogene wie Ashwagandha und Rhodiola. Ein Messlöffel soll damit Multivitamin, Mineralstoffpräparat, Probiotikum und Grünpulver in einem ersetzen.
Der häufigste und berechtigte Kritikpunkt: Die Einzelmengen der Pflanzen- und Probiotika-Mischungen werden nicht offengelegt, sie laufen als „proprietary blends“ unter Sammelposten. Bei Vitaminen und Mineralstoffen steht jede Menge mit Prozentangabe zum Referenzwert auf dem Etikett, bei den grünen Zutaten nicht. Du weißt also, wie viel Vitamin B12 drin ist, aber nicht, wie viel Spirulina. Die vollständige Liste steht auf der Produktseite des Herstellers.
Geschmack und Zubereitung
Ein gehäufter Messlöffel auf etwa 250 Milliliter kaltes Wasser, kurz schütteln, fertig. Mit dem Shaker löst es sich in wenigen Sekunden, mit dem Löffel im Glas bleiben Klümpchen. Der Geschmack ist leicht grasig mit Ananas-Vanille-Note, deutlich süßlich durch Stevia. Kalt geht es gut runter, lauwarm wird es unangenehm. Wer den Grüngeschmack nicht mag, rührt es in Saft, verliert damit aber das Argument der wenigen Kalorien.
Die geöffnete Dose gehört trocken und dunkel, nicht in den Kühlschrank: Kondenswasser lässt das Pulver verklumpen.
Was Studien sagen
Hier hat sich etwas bewegt. Lange galt: Es gibt Belege für einzelne Inhaltsstoffe, aber keine Studie zum Produkt. Inzwischen wirbt AG1 selbst mit „vier randomisierte kontrollierte Studien zur gesamten Rezeptur“ sowie mit unabhängigen Tests, Informed Sport und der Kölner Liste. Das ist mehr, als die meisten Grünpulver vorweisen können, und es ist ein echter Unterschied zum Stand von vor zwei Jahren.
Was der Hersteller auf seiner Seite nicht dazuschreibt: wer diese Studien finanziert hat und wo sie erschienen sind. Herstellerfinanzierte Studien sind nicht automatisch wertlos, aber sie sind etwas anderes als unabhängige Forschung. Wer das genau wissen will, muss die Studien selbst heraussuchen. Mein Stand bleibt deshalb: Die Einzelzutaten sind gut belegt, die Mischung ist es besser als früher, aber nicht so eindeutig, wie die Werbung klingt.
Die Kritik: ZDF und die proprietary blends
Das ZDF hat AG1 in der Reihe „Besseresser“ auseinandergenommen: hoher Preis, Marketing über Prominente und Podcasts, undurchsichtige Mengenangaben. Der Vorwurf trifft den wunden Punkt, den auch ich oben nenne, die nicht offengelegten Mischungen. Was die Sendung nicht zeigt: dass die deklarierten Vitamine und Mineralstoffe sauber dosiert sind und das Produkt auf Verunreinigungen geprüft wird.
Alternativen zu AG1
| Weg | Pro Tag | Wofür |
|---|---|---|
| Einzelpräparate aus der Apotheke (Vitamin D, Magnesium, Zink, B-Komplex, Probiotikum) | rund 1 € | Wer rechnen kann und fünf Dosen verwalten mag. Günstigster Weg zum selben Ergebnis. |
| Günstigeres Greens-Pulver aus dem Handel | 1 bis 1,50 € | Ähnliches Prinzip, meist weniger Zutaten, dafür oft transparentere Mengen. |
| Gar nichts, dafür mehr Gemüse | 0 € | Der unbequeme, aber ehrlichste Weg. Ein Pulver ersetzt keine Ernährung. |
Keine dieser Alternativen ist hier verlinkt, ich verdiene an keiner davon etwas.
Fazit
AG1 habe ich vier Monate lang jeden Morgen getrunken und danach nicht weitergekauft. Beides stimmt, und beides sagt etwas. Es ist gut gemacht, schmeckt besser als die Konkurrenz, und es nimmt dir das Nachdenken über fünf einzelne Präparate ab. Es ist aber auch dreimal so teuer wie diese fünf Präparate, die Wirkung ist subjektiv, und auf nüchternen Magen bricht es dein Fasten.
Wenn du 90 Euro im Monat übrig hast und Bequemlichkeit willst: AG1 ansehen*. Wenn nicht: Vitamin D, Magnesium und ein gutes Probiotikum einzeln, und das Geld in gutes Essen. Und wer wirklich wissen will, was fehlt, lässt für 60 bis 100 Euro ein Blutbild machen, bevor er 87 Euro im Monat für etwas ausgibt, das vielleicht gar nicht fehlt.
Häufig gestellte Fragen
Bricht AG1 das Intervallfasten?
Streng genommen ja, eine Portion hat 41 Kalorien, 4,4 Gramm Kohlenhydrate und 2,6 Gramm Eiweiß. Wer 16:8 wegen der Kalorienbilanz macht, kann das ignorieren. Wer wegen Autophagie fastet, nimmt es zur ersten Mahlzeit.
Was kostet AG1 im Monat?
87 Euro für 30 Portionen im Abo, also 2,90 Euro pro Portion, Stand Oktober 2026. Beim ersten Kauf kommen Shaker, Edelstahldose, Vitamin D3+K2 und fünf Travel Packs gratis dazu.
Wann sollte man AG1 trinken?
Der Hersteller sagt morgens nüchtern. Wer fastet oder einen empfindlichen Magen hat, nimmt es zur ersten Mahlzeit. Die Vitaminaufnahme leidet darunter nicht, bei den fettlöslichen Vitaminen ist sie sogar besser.
Kann AG1 Multivitamin, Probiotikum und Co. ersetzen?
Für die meisten ja, das ist der Zweck. Es ersetzt kein Essen und keine ärztlich verordneten Präparate.
Gibt es einen AG1 Rabattcode?
Nein, AG1 arbeitet nicht mit Codes. Das Willkommensangebot mit Shaker, Dose, Vitamin D3+K2 und Travel Packs gibt es über jeden Partnerlink, auch über meinen.
Was ist die beste Alternative zu AG1?
Für die meisten: einzelne Präparate aus der Apotheke, rund ein Drittel des Preises. Wer das Prinzip eines Komplettpulvers mag, findet günstigere Greens-Pulver im Handel, oft mit transparenteren Mengenangaben.
Was ist die günstigste Alternative zu AG1?
Die Einzelpräparate: Vitamin D3+K2, Magnesium, Zink, B-Komplex und ein Probiotikum kosten zusammen rund 25 bis 37 Euro im Monat. Man verliert die Bequemlichkeit und die Pflanzenmischung, gewinnt aber Transparenz über die Mengen.
Wie viele Kalorien hat eine Portion AG1?
41 Kilokalorien pro Tagesportion von 13 Gramm, dazu 4,4 Gramm Kohlenhydrate, davon 1,2 Gramm Zucker, 2,6 Gramm Eiweiß und 0,9 Gramm Fett. Die Werte stehen auf dem EU-Etikett des Herstellers.
Links mit * sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, bekomme ich eine Provision, der Preis für dich ändert sich nicht. AG1 hat mir das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt; eine Gegenleistung war damit nicht verbunden. Stand: Oktober 2026.
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