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Google Ads Agentur – worauf du wirklich achten solltest

Erik Erik · 25. März 2026 · 9 Min Lesedauer

Es gibt in Deutschland Tausende Google Ads Agenturen. Die meisten versprechen dasselbe: mehr Leads, bessere Performance, transparentes Reporting. Was sie unterscheidet – und warum das für dich wichtig ist – erkläre ich hier. Nicht als neutraler Beobachter, sondern als jemand der selbst eine Agentur betreibt und täglich sieht wo es schiefläuft.

350k+
€ monatlicher Ad-Spend den wir bei NextGen Media aktiv betreuen
500 €
Monatliches Festhonorar – unabhängig vom Werbebudget
11
Jahre in denen ich Agenturen von innen kenne

Brauche ich überhaupt eine Agentur?

Direkte Antwort: Nicht zwingend. Google Ads ist lernbar. Es gibt gute Kurse, gute Dokumentation und – wenn du die Zeit investierst – kannst du ein solides Konto selbst aufbauen und betreiben.

Aber Zeit ist Geld. Und Fehler in Google Ads kosten Geld. Die Frage ist nicht „Kann ich es selbst?“ sondern „Was kostet mich die Lernkurve im Vergleich zu dem was ein Profi kostet?“ Wenn du gerade als Selbstständiger anfängst, findest du eine ausführlichere Entscheidungshilfe im Artikel Google Ads für Selbstständige.

Für alle anderen gilt: Eine Agentur macht nur Sinn wenn das Verhältnis von Honorar zu Werbebudget stimmt. Wenn du 500 € monatliches Budget hast und 500 € Honorar zahlst – zahlst du für jeden investierten Werbe-Euro nochmal einen Euro an die Agentur. Das ist strukturell schwierig profitabel zu machen.

Agentur lohnt sich

  • Werbebudget ab 1.500 € pro Monat
  • Deine Zeit ist mehr wert als das Honorar
  • Ads sollen planbar skalieren, nicht experimentieren
  • Kein eigenes Ads-Know-how im Team
  • Mehrere Kampagnentypen gleichzeitig nötig
  • Tracking und Optimierung überfordern dich zeitlich
Erst selbst lernen

  • Werbebudget unter 800 € pro Monat
  • Du willst das System verstehen
  • Honorar wäre über 40% des Werbebudgets
  • Du hast Zeit für wöchentliche Optimierung
  • Erste Kampagne, erste Erfahrungen sammeln
  • Budget zu klein für effiziente Betreuung

Was eine Google Ads Agentur kostet – die echten Zahlen

Es gibt drei Honorarmodelle. Jedes hat Vor- und Nachteile – und jedes schafft unterschiedliche Anreize. Das Modell entscheidet ob die Interessen von Agentur und Kunde aligned sind oder nicht.

1
Festhonorar – kein Interessenkonflikt
Ein fixer monatlicher Betrag unabhängig vom Werbebudget. Die Agentur hat keinen Anreiz dein Budget zu erhöhen. Du weißt genau was du zahlst. Das ist das Modell das ich selbst nutze – 500 € pro Monat für Selbstständige und KMUs, unabhängig davon ob das Budget 600 € oder 3.000 € beträgt. Der Nachteil: Bei sehr kleinen Budgets kann das Verhältnis ungünstig sein.
Typisch: 500 – 2.000 € pro Monat

2
Prozentmodell – versteckter Interessenkonflikt
Die Agentur bekommt 15–20% deines Werbebudgets. Bei 2.000 € Budget: 300–400 € Honorar. Das klingt fair. Das Problem: Die Agentur verdient mehr wenn dein Budget steigt – egal ob das Budget-Erhöhung sinnvoll ist oder nicht. Bei jedem Monats-Review gibt es einen Anreiz zu sagen „wir sollten das Budget erhöhen“. Dieser Interessenkonflikt wird selten offen kommuniziert – aber er existiert immer.
Typisch: 15–20% des Werbebudgets

3
Performance-Modell – klingt gut, ist komplex
Die Agentur verdient anteilig an Conversions oder Umsatz. Klingt perfekt aligned. In der Praxis: Was zählt als Conversion? Was wenn der Lead nicht konvertiert? Wer trackt was? Wie werden saisonale Schwankungen gehandhabt? Meistens gibt es Diskussionen. Ich sehe das Modell bei seriösen Agenturen selten – und wenn, dann nur für E-Commerce mit sauberem Revenue-Tracking.
Selten – und oft kompliziert in der Abrechnung

Gesamtkosten richtig kalkulieren

Agenturhonorar plus Werbebudget ist die Gesamtrechnung. Das Honorar sollte maximal 20–30% des Werbebudgets ausmachen. Bei 500 € Honorar und 1.000 € Werbebudget bist du bei 1.500 € gesamt. Detaillierte Budgetrechnung für deine Branche findest du im Artikel Was kostet Google Ads.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Nach 11 Jahren kenne ich das Handwerk von innen. Hier sind die Fragen die ich stellen würde – und was gute von schlechten Antworten unterscheidet.

1
Wer betreut mein Konto konkret?
In vielen Agenturen macht der Senior den Pitch – und dann übernimmt ein Junior-Mitarbeiter mit drei Monaten Erfahrung. Frag direkt: Name der Person die mein Konto optimiert. Wie viele Konten betreut diese Person? Ab 30–40 Konten pro Person wird echte Aufmerksamkeit strukturell unmöglich. Ich betreue maximal 20 Konten aktiv – damit jedes wöchentlich angeschaut werden kann.
Rote Flagge: Keine klare Antwort wer konkret zuständig ist

2
Habe ich Zugriff auf mein eigenes Konto?
Das Google Ads Konto gehört dir – nicht der Agentur. Manche Agenturen arbeiten in eigenen Manager-Konten und du siehst nie was wirklich passiert. Wenn du die Agentur wechselst – verlierst du alle historischen Daten, alle Keywords, alle Kampagnenstrukturen. Das ist Abhängigkeit die bewusst erzeugt wird. Ich erstelle alle Konten auf der E-Mail-Adresse des Kunden.
Nicht verhandelbar – Konto muss auf deiner E-Mail laufen

3
Was passiert in den ersten 4 Wochen konkret?
Eine gute Agentur hat einen klaren Onboarding-Plan: Tracking-Audit (ist das Conversion Tracking sauber?), Keyword-Recherche, Kampagnenstruktur-Review, Anzeigentext-Überarbeitung. Woche 1 bis Woche 4 mit konkreten Meilensteinen. Wenn die Antwort lautet „wir schauen erstmal was da ist und optimieren schrittweise“ – das ist kein Plan. Das ist Hoffnung.
Erwarte: Konkreten 30-Tage-Aktionsplan

4
Wie sehen die monatlichen Reports aus?
Impressionen, Klicks und CTR sagen wenig über Geschäftserfolg aus. Was ich in jedem Report haben will: Cost-per-Lead (CPL), Conversion Rate, welche Keywords Anfragen bringen, Qualitätsfaktor-Entwicklung und eine konkrete Handlungsempfehlung für den nächsten Monat. Wenn der Report hauptsächlich große Klickzahlen zeigt – fragt sich wer er beeindrucken soll.
Erwarte: CPL, Conv-Rate, Keyword-Performance, nächste Schritte

5
Gibt es eine Mindestlaufzeit?
3–6 Monate Mindestvertrag ist berechtigt – Google Ads braucht Zeit zum Lernen und die ersten Wochen sind immer teurer. 12 Monate mit automatischer Verlängerung und schwierigen Kündigungsklauseln sind ein Warnsignal. Ich arbeite ohne Mindestlaufzeit – weil Kunden bleiben sollen weil es funktioniert, nicht weil sie müssen.
Akzeptabel: 3–6 Monate. Vorsicht ab 12 Monate+

6
Kennt die Agentur deine Branche?
Eine Agentur die gleichzeitig Handwerker, E-Commerce-Shops und SaaS-Unternehmen betreut kann keine echte Branchenexpertise in allen haben. Frag: Habt ihr andere Kunden aus meiner Branche? Was sind typische CPCs und Conversion Rates dort? Wer keine konkreten Zahlen nennt, hat keine echten Daten.
Erwarte: Konkrete Branchenzahlen aus echten Konten

Das Erstgespräch – die richtigen Fragen stellen

Das erste Gespräch ist dein wichtigster Qualitätsfilter. Hier kannst du viel herausfinden – wenn du die richtigen Fragen stellst.

Frage 01

„Wie würdet ihr mein Konto in den ersten 30 Tagen aufsetzen?“

Gute Antwort: Tracking-Audit zuerst. Dann Keyword-Recherche mit Fokus auf Kaufabsicht. Dann enge Anzeigengruppen mit spezifischen Anzeigentexten. Manueller CPC für die ersten 6 Wochen. Wöchentlicher Suchanfragen-Report ab Tag 1.

Schlechte Antwort: „Wir schauen uns zunächst das Konto an und optimieren dann Schritt für Schritt.“ Kein Plan ist ein Plan für Mittelmaß.

Keine konkreten ersten Schritte = kein strukturierter Ansatz

Frage 02

„Welche Kennzahlen reportet ihr monatlich?“

Gute Antwort: Cost-per-Lead, Conversion Rate pro Kampagne, welche Keywords Anfragen bringen, Qualitätsfaktor-Entwicklung, Empfehlung für den Folgemonat.

Schlechte Antwort: „Klicks, Impressionen, CTR – wir schicken ein monatliches Dashboard.“ Klicks sind kein Geschäftsergebnis.

Kein CPL im Report = kein Fokus auf dein Geschäftsergebnis

Frage 03

„Was tut ihr wenn die Performance nach 8 Wochen nicht stimmt?“

Gute Antwort: Suchanfragen analysieren, Landingpage prüfen, Anzeigentexte testen, und ehrlich sagen wenn das Produkt-Markt-Fit das Problem ist – nicht die Ads.

Schlechte Antwort: „Google Ads braucht Zeit, das läuft sich ein.“ Das ist eine Ausrede ohne Substanz.

Keine klare Antwort = keine klare Optimierungsstrategie

Warnzeichen die ich ernst nehmen würde

„Ich garantiere euch Platz 1 bei Google.“ Wer das sagt versteht entweder nicht wie Google Ads funktioniert – oder lügt. Platz 1 kostet mehr, bringt aber nicht automatisch mehr Conversions. Platz 2–3 ist oft günstiger und genauso effektiv.“

Warnzeichen 01

Garantierte Ergebnisse

Keine seriöse Agentur garantiert Klickzahlen, Leads oder Rankings. Google Ads ist ein Auktionssystem. Ergebnisse hängen von Markt, Budget, Landingpage und hundert anderen Faktoren ab. Wer Garantien gibt schützt sich im Kleingedruckten. Ich sage meinen Kunden was realistisch ist – und lehne ab wenn ich kein echtes Potenzial sehe.

Sofort ablehnen – Garantien sind Marketingversprechen ohne Substanz

Warnzeichen 02

Kein Zugriff auf das eigene Konto

Das Konto gehört dir. Wenn du nicht jederzeit hineinschauen kannst, hast du keine Kontrolle darüber was mit deinem Budget passiert. Manche Agenturen nutzen das bewusst aus – weil sie nicht wollen dass du siehst wie wenig optimiert wird oder wie einfach die Ergebnisse in Wirklichkeit wären.

Nicht akzeptieren – Konto muss immer auf eigener E-Mail laufen

Warnzeichen 03

Reports ohne Conversion-Daten

Report zeigt Klicks, Impressionen, Reichweite – aber keinen CPL, keine Conversion Rate, keine Aussage welche Keywords Anfragen bringen. Dann trackt die Agentur entweder nicht richtig oder versteckt schlechte Ergebnisse hinter schönen Reichweiten-Zahlen. Sauberes Conversion Tracking ist die Grundlage jeder professionellen Betreuung.

Sofort nach Conversion-Daten fragen – und auf Antwort bestehen

Warnzeichen 04

Jede Empfehlung bedeutet mehr Budget

Wenn bei jedem Monatsmeeting die Empfehlung lautet „wir sollten das Budget erhöhen“ – frag nach der Datengrundlage. Eine Budget-Erhöhung ist sinnvoll wenn: der aktuelle CPL stabil ist, das Volumen ausgeschöpft ist, und mehr Budget zu proportional mehr Leads führt. Nicht weil der Monat zu Ende geht.

Immer nach der Datengrundlage fragen

Was gute Betreuung monatlich liefern sollte

Standard guter Betreuung

  • Wöchentliche Suchanfragen-Analyse und Negatives
  • Monatlicher Report mit CPL und Conversion Rate
  • Regelmäßige Anzeigentests (mindestens monatlich)
  • Qualitätsfaktor-Monitoring
  • Proaktive Empfehlungen – nicht nur Reaktion
  • Direkte Erreichbarkeit des Ansprechpartners
Zeichen schlechter Betreuung

  • Kein Kontakt außer dem Monatsreport
  • Report zeigt nur Klicks und Impressionen
  • Anzeigen seit Monaten unverändert
  • Keine Negative Keywords gepflegt
  • Auf Fragen kommt Antwort erst nach Tagen
  • Kein Zugriff auf das eigene Konto

Häufige Fragen zur Google Ads Agentur

FAQ 01

Wie lange bis eine neue Agentur Ergebnisse liefert?

Realistisch: 6–10 Wochen bis verlässliche Daten da sind. Die ersten 4–6 Wochen sind Lernphase – höhere CPCs, unregelmäßige Conversions. Nach 8–10 Wochen zeigt sich ob die Richtung stimmt. Wer nach 3 Wochen Ergebnisse verspricht, lügt. Wer nach 3 Monaten noch nichts vorzeigen kann, hat ein Problem.

FAQ 02

Kann ich Agentur wechseln ohne mein Konto zu verlieren?

Wenn das Konto auf deiner E-Mail-Adresse läuft: ja, vollständig. Du entfernst den Agenturzugriff und gibst dem neuen Dienstleister Zugang. Alle historischen Daten, Keywords, Kampagnenstrukturen bleiben erhalten. Wenn das Konto auf der Agentur-E-Mail läuft: du verlierst alles und startest bei null. Deshalb: Konto immer auf eigene E-Mail.

FAQ 03

Was kostet schlechte Agentur-Betreuung wirklich?

Ich habe Konten übernommen die seit 8–12 Monaten betreut wurden ohne sauberes Tracking, mit Broad Match ohne Negativliste und Traffic auf die Homepage. Bei 1.500 € Budget pro Monat über 10 Monate: 15.000 € Gesamtbudget. Effektiv zuordenbare Anfragen: null. Das ist der echte Preis schlechter Betreuung – und er taucht in keinem Agentur-Report auf. Welche konkreten Fehler dahinter stecken erkläre ich im Artikel Warum 80% der Google Ads Konten Geld verbrennen.

Die Alternative zur klassischen Agentur

Was ich bei NextGen Media anders mache: Festhonorar statt Prozentmodell. Kein Interessenkonflikt wenn das Budget steigt. Voller Kontozugriff jederzeit. Wöchentliche Optimierung mit direktem Ansprechpartner. Monatliche Reports die zeigen was wirklich funktioniert.

Und: Ich nehme nicht jeden Kunden. Wenn ich beim ersten Gespräch sehe dass Google Ads für die Situation keinen Sinn macht – sage ich das. Mit dem Google Ads Rechner kannst du vorab prüfen ob die Zahlen für deine Situation überhaupt stimmen.

Meine Einschätzung

Die beste Google Ads Agentur ist die die dir erklärt was sie tut – und warum. Die dir Zugang zu deinem eigenen Konto gibt. Die Reports liefert die Entscheidungen ermöglichen statt Aktivität vorzutäuschen. Und die ehrlich sagt wenn Ads für dich gerade keinen Sinn macht. Das ist selten. Aber es gibt solche Agenturen. Verlass dich bei der Auswahl auf diese eine Faustregel: Wenn du nach dem Erstgespräch nicht klar sagen kannst was die Agentur in Woche 1 konkret tun wird – such dir eine andere.

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Nächster Schritt

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Ich schaue mir dein Konto an und sage dir ehrlich, was ich ändern würde – ohne dass ich dir am Ende eine Betreuung verkaufe, wenn ich kein Potenzial sehe.

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Erik
Erik

Seit 2016 betreibe ich NextGen Media in Berlin. Ich betreue über 350.000 € monatlichen Ad-Spend – und schreibe hier über das, was wirklich funktioniert. !

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